Ein Stadtteil ohne Begegnungszentrum ist wie ein Haus ohne Wohnzimmer!
Das Begegnungszentrum am Johanniterhaus Bremen macht auf die schwierige Lage aufmerksam
Über das Bremer Stadtgebiet verteilt gibt es 30 Begegnungszentren für Senioren, die von unterschiedlichen Trägern betrieben werden. Diese Zentren sind ein wichtiger Bestandteil der Offenen Altenhilfe. Hier kommen Menschen zusammen, die Gemeinschaft, Kultur- oder Sportangebote erleben möchten. Aber auch Vereine und Gruppen nutzen die Räumlichkeiten als offene Treffpunkte für ihre Veranstaltungen. “Unser Begegnungszentrum am Johanniterhaus Bremen ist ein beliebter Treffpunkt und Veranstaltungszentrum mit einem tollen Programm für interessierte Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtteil und darüber hinaus”, so Anja Meyersieck, Leiterin des Begegnungszentrum.
In einer Aktionswoche vom 14. - 20. September 2026 wollen die Begegnungszentren auf ihre Lage aufmerksam machen, denn sie kämpfen mittlerweile um den Erhalt ihrer Angebote. Die Fördermittel, die die Zentren erhalten, sind seit Jahren auf gleichem Niveau geblieben. Das bedeutet, dass Entwicklungen der letzten Jahre wie Inflation, Anstieg der Gebäudekosten, Lohnsteigerungen nicht ausgeglichen wurden und so zu einer Belastung für die Träger geworden sind. Mittlerweile mussten einige Einrichtungen ihre Angebote schon zurückfahren, obwohl viele Mitarbeitende und Ehrenamtliche sich über das normale Maß hinaus engagieren.
“In unserer alternden Gesellschaft, in der Alterseinsamkeit und Altersarmut ein immer größeres Thema werden, sind Orte der Begegnung für Senioren enorm wichtig. Dies erfahren die Mitarbeitenden in den Einrichtungen jeden Tag. Hier wird soziale Teilhabe ermöglicht, auch für Menschen, die über nur geringe finanzielle Mittel verfügen. Es gibt persönliche Ansprache und Beratung, generationsübergreifende Begegnung und interkulturellen Austausch. All dies sind Elemente, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Demokratieförderung dienen. Darüber hinaus wirken die Begegnungszentren der Vereinsamung im Alter entgegen, die erhebliche psychische Schwierigkeiten nach sich ziehen kann”, so einstimmig Marion Graupner, Einrichtungsleiterin und Anja Meyersieck.
Zudem ist für den 22. September eine Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz geplant. Nähere Informationen erhalten Sie bei einem Besuch im Begegnungszentrum, in der Tagespresse oder den Medien.