Aktiv gegen Armut und Ausgrenzung in München
Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar weisen die Johanniter Wege aus der Ungleichheit auf.
„Grundsätzlich geht es uns in Deutschland zwar gut“, sagt Waisuddin Fakhri, Einrichtungsleiter des Dominik-Brunner-Hauses der Johanniter in Ramersdorf, in dem sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche gefördert werden. „Aber: Gravierende soziale Ungleichheit mit all ihren Folgen wie Benachteiligung, Ausgrenzung oder gar Armut gibt es sehr wohl auch bei uns, auch im reichen München.“ Besonders massiv wirkt sich das auf junge Menschen aus, weil hier Armut und Ausgrenzung dramatisch die Zukunftsperspektiven verschlechtern. „Kinder aus sozial schwachen Familien haben deutlich schlechtere Bildungschancen“, weiß Fakhri.
Aus Anlass des Welttages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar regen die Johanniter zum Hinschauen und Mitmachen an: „Wer wahrnimmt, wie es anderen Menschen geht, wird auch Wege finden, um zu helfen“, sagt Fakhri. Möglichkeiten gibt es viele: von politischem Engagement über Spenden an Hilfsorganisationen bis hin zum ehrenamtlichen Einsatz.
Das Dominik-Brunner-Haus bietet Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe für Kinder, Jugendliche & Eltern
Die Johanniter in München setzen wirksame Armutsprävention und gelebte soziale Gerechtigkeit unter anderem mit dem Dominik-Brunner-Haus in Ramersdorf um. Hier erfahren Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien frühzeitig und kontinuierlich Unterstützung: Bereits im Kitaalltag ist eine intensive Sprachförderung fest verankert, um Bildungsnachteile möglichst früh auszugleichen. Schülerinnen und Schüler erhalten kostenlose Hausaufgabenhilfe für alle Klassenstufen und eine individuelle Förderung, damit sie den Schulabschluss erreichen können, der ihrer Begabung entspricht. Und zusätzlich gibt es eine kostenfreie Elternberatung, die Familien in pädagogischen Fragen und bei weiteren Herausforderungen des Alltags unterstützt. Dabei achten die Johanniter darauf, alle Angebote möglichst niedrigschwellig zu gestalten. Auf diese Weise stärkt das Dominik-Brunner-Haus nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern hilft zugleich der ganzen Familie und fördert nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe, unabhängig von Herkunft, Religion oder Vorwissen.
Die Johanniter sehen den Ausbau von Angeboten für Kinder und Jugendliche als wichtigen Schritt, um gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und Armutsrisiken zu senken. Damit alle betreuten Kinder gute Startchancen haben, legen die Kindertageseinrichtungen der Johanniter großen Wert auf die frühkindliche Bildung. Ebenso stärken Horte und weitere Angebote der Jugendbetreuung die jungen Menschen, entlasten und unterstützen ihre Eltern.
„Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Ausdruck gelebter Solidarität“
Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen die vielfältigen sozialen Angebote der Johanniter in München und ganz Bayern. Sie sind etwa beim Basteln und Vorlesen in Kindertagesstätten aktiv und in Jugendgruppen. „Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Ausdruck gelebter Solidarität und gesellschaftlicher Mitverantwortung“, sagt Fakhri. Im Dominik-Brunner-Haus der Johanniter in Ramersdorf begleiten Ehrenamtliche beim Lernen, lesen vor, fördern soziale Kompetenzen und haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Dieses freiwillige Engagement trägt wesentlich dazu bei, soziale Teilhabe zu ermöglichen, individuelle Stärken zu fördern und Benachteiligungen im Alltag wirksam abzufedern.
Zahlreiche Möglichkeiten für freiwillige Hilfe bei den Johannitern in München
Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement bei den Johannitern in München gibt es aktuell bei den Lilalu-Ferienprogrammen, in der Trauerbegleitung von Lacrima, bei der Johanniter-Jugend, in der Erste-Hilfe-Ausbildung oder als Einsatzkraft im Bevölkerungsschutz und im Sanitätsdienst. Ausführliche Informationen unter johanniter.de/muenchen/ehrenamt.