31.08.2026 | Johanniter-Jugend NRW

Teamgeist an und Leinen los

Abenteuer und Meer für 34 Jugendliche aus NRW auf unserer Segelfreizeit 2026

Collage der Segelfreizeit 2026 (gemeinsame Aktivitäten, Sonnenuntergang, Tau ziehen)
Die Segelfreizeit lebte von einer Mischung aus Teamgeist, Abenteuer, Meer und jeder Menge Spaß!

Ende August erlebten 34 Jugendliche und zehn Begleitpersonen eine Woche auf dem Ijsselmeer, die lange nachklingt. Zum vierten Mal hieß es bei der Segelfreizeit der Johanniter-Jugend NRW: gemeinsam segeln, Verantwortung übernehmen, voneinander lernen und dabei jede Menge Spaß haben. Wind, Wellen und ein starkes Miteinander trugen die Gruppe aus NRW durch intensive Tage und sternenklare Abende voller Gemeinschaft.

Der frühe Vogel... segelt davon

Der Tag der Abreise begann früh und ihr Weg führte die Gruppe nach Enkhuizen in den Niederlanden. Am Gependam wartete die „Radboud“ bereits auf ihre Gäste. Der beeindruckende Dreimastklipper (55 Meter lang, 7,5 Meter breit) bot der Gruppe viel Raum und Komfort für alles Alltägliche und das geplante Freizeitprogramm. "Ich fand den Moment, als wir das Schiff betreten haben, richtig schön. Ich hab mich sofort wohlgefühlt," berichtet Jonah aus der Gruppe. Die Größe des Plattbodenschiffs machte das gemeinsame Manövrieren zu einem echten Erlebnis: Hier war ganz klar Teamwork gefragt, denn nur so war das schwimmende Zuhause zu bewegen. Nach der Sicherheits- und Schiffseinweisung hieß es dann zum ersten Mal: Leinen los!

Die Crew, die waren wir

Eine Woche lang steuerte das Team aus Jugendlichen, Betreuungspersonen, und der Profi-Crew – Skipper Nico und Maatin Sophie – neue Etappen an. Dabei machte die Gruppe von Teilzeitmatros*innen in wechselnden Häfen fest und lernte das Leben an Bord kennen und lieben. Unter Anleitung packten alle mit an: Segel vorbereiten, setzen, trimmen, Wenden fahren, Leinen belegen, Festmacher klarieren. Genauso selbstverständlich gehörten Borddienste dazu: Wer kocht? Wer spült? Wer übernimmt Deck und Sanitärräume? Alles wurde fair rotiert und gut begleitet. “Meine Lieblingsaufgabe war tatsächlich das Ablassen der Segel. Das ist einfach witzig, wenn man die Taue durch die Hände gleiten lassen kann,” schwärmt Teilnehmer Paul über die Aufgaben. Jonah ergänzt: „Ich fand, das Abendessen und Mittagessen zuzubereiten hat sehr viel Spaß gemacht, also mit den Leuten zu kochen. Vom Spülen war ich nicht so der Fan, aber das muss ja gemacht werden."

Das Programm zwischen Bug und Badeleiter

Neben den Segeleinheiten war reichlich Zeit für „Meer“: spontane Badestopps vom Schiff aus, kleine Landgänge in den Häfen, Spiele auf Deck und an Land, Kreativangebote, eine kurze Knotenkunde und bei Bedarf kompakte Erste-Hilfe-Alltagstipps. Abends gestaltete die Gruppe gemeinsame Programme, ließ die Eindrücke des Tages wirken und in ruhigen Runden ausklingen. "Man hat sich von allen aufgenommen gefühlt. Es war einfach eine tolle Gruppe, die zusammengehalten hat", erzählt Paul über die Woche. Gideon resümiert: “Ich fand die Freizeit so toll, einen Lieblingsmoment kann ich gar nicht bestimmen. Aber sehr gut gefallen haben mir zum Beispiel die Übernachtungen an Deck.” Jugendgruppenleiterin Magdalena fasst ihre Eindrücke der Segelfreizeit kurz zusammen: "Absolutes JJ-Feeling, Spaß – und Tanzen!"

Pädagogik mit Rückenwind: Self Empowerment

Der rote Faden der Reise war das Prinzip „Ich tue, also kann ich“. Die Jugendlichen erleben dabei Selbstwirksamkeit, weil sie echte Aufgaben übernehmen, Entscheidungen treffen, Verantwortung tragen und erfahren, dass dies gelingt. Und auch für das Team der Betreuenden war es eine lehrreiche Reise, denn die Jugendgruppenleitungen und vor allem die Jugendgruppenleitung in der Praxisphase unter ihnen lernen während der Segelfreizeit mehr darüber, Freizeiten zu planen, vorzubereiten und sicher zu begleiten. Dieses Wissen nehmen sie in die Regionalverbände mit, um vor Ort eigene, kleinere Angebote zu ermöglichen. So wächst auch die Kompetenz im Ehrenamt der Johanniter-Jugend und damit die Chance, noch mehr jungen Menschen stärkende Erlebnisse zu bieten.

Die Segelfreizeit wurde begleitet durch durch ein großartiges Team von acht Jugendgruppenleiter*innen der Johanniter-Jugend sowie Tobias Wagner und Lina Alt als hauptamtliche Pädagog*innen. Die Freizeit wurde ehrenamtlich durch Paul Kamminga geleitet.  "Wir haben uns jeden Tag ein bisschen besser verstanden und waren am Ende ein richtig gutes Team, das gut zusammengearbeitet hat," findet Jugendgruppenleiterin Paula. Nach einer unvergesslichen Woche kamen die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen am Freitagabend wohlbehalten, salzwindverweht und sehr zufrieden wieder in NRW an.


Mehr Informationen

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Segelfreizeit