Kältebus Hannover

Das Team des Kältebusses in Hannover
Das Team des Kältebusses in Hannover

Für mehr als 400 Menschen, die in Hannover auf der Straße leben, ist der Winter die härteste Zeit. Deshalb ist seit 2007 der Kältebus Hannover der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. unterwegs. Dreimal pro Woche, immer montags, mittwochs und freitags, fahren die ehrenamtlichen Helfer in der Zeit von 18 bis 21 Uhr erst zum Raschplatz am Hauptbahnhof und dann zum Kröpcke, um obdachlose Menschen mit warmem Essen und heißem Tee zu versorgen.

Fast genauso wichtig wie die Essensausgabe: Die Johanniter hören zu. Und sind manchmal einfach nur da. Mit der Zeit kennt man sich. Die Mitteilsame und der Schweigsame, die ganz Jungen und die schon Alten, die Drogenabhängigen und die  Menschen mit Fluchterfahrung – alle kommen, um menschliche Zuneigung zu erfahren, ein Essen zu erhalten, mit warmer Kleidung und vielleicht sogar einem Schlafsack versorgt zu werden.

Die Helfer schalten an den Einsatztagen von 14 bis 20 Uhr eine Servicerufnummer (0800 – 084 84 88), unter der besorgte Bürgerinnen und Bürger Schlafplätze oder Treffpunkte von Obdachlosen melden können. Die Einsatzzentrale gibt die Informationen an das Kältebusteam weiter, das die Orte abfährt und den Menschen seine Hilfe anbietet. Bei Dauerfrostperioden wird der Kältebuseinsatz zu einer täglichen Versorgung ausgeweitet.

Das Team

Das Kältebusteam in Hannover besteht aus etwa 37 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Bei erhöhtem Bedarf werden zusätzlich Personen aus dem Freiwilligendienst oder hauptamtliches Personal eingesetzt.

Im Gepäck

Das warme Essen wird von den Ehrenamtlichen frisch zubereitet. Es sind gehaltvolle und vitaminreiche Gerichte mit Nudeln und Reis, Gemüse und Fleisch, zum Beispiel Soljanka, Frikassee, Grünkohl zur Weihnachtszeit oder Wurstgulasch. Dazu gibt es heißen Tee. Die Helfer verteilen außerdem warme Kleidung, Isomatten, Schlafsäcke sowie Mützen, Schals und Handschuhe.

So können Sie den Kältebus in Hannover unterstützen: Die Ehrenamtlichen engagieren sich in ihrer Freizeit – aus Liebe zum Leben. Ihre Zeit und ihre Kraft geben sie umsonst, den Einkauf der Lebensmittel finanziert die Stadt. Dennoch fallen Kosten an. Für den Bus, die Küche, die Ausstattung und Verbandsmaterial, für Besteck, Teller und Becher. Außerdem benötigen die Ehrenamtlichen die passende Ausrüstung und Bekleidung. Wir sind auf Spenden dafür dringend angewiesen, damit wir das Leid der Obdachlosen weiterhin ein wenig lindern können. Helfen Sie uns – mit Ihrer Spende!