Hilfe für die Ukraine
Vier Jahre Krieg in der Ukraine haben das Leben vieler Menschen erschüttert. Sie leiden weiter unter den zunehmenden Angriffen, die immer öfter gezielt die Bevölkerung und zivile Infrastruktur wie Wasser-, Strom- und Heizwerke sowie medizinische Einrichtungen, Schulen und Kindergärten treffen.
Mithilfe unseres großen Partnernetzwerks in der Ukraine setzen wir gezielt Hilfsmaßnahmen um, die auf die konkreten Bedarfe angepasst sind. Menschen, die mit den Folgen des Krieges konfrontiert sind, brauchen sichere Orte, Schutz und medizinische Versorgung: in Frauenhäusern und Kliniken bieten wir ihnen Zuflucht, Behandlung und Perspektiven.
Hilfe der Johanniter im Überblick
Unser Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in der Ukraine nachhaltig zu stärken. Wir Johanniter sichern mit unseren Partnern medizinische Grund- und Notfallversorgung, verteilen Hilfsgüter, bieten psychosoziale Unterstützung an, fördern die Rehabilitation von medizinischer Infrastruktur und die Fortbildung von Fachkräften. Zudem stellen wir Heiz- und Betriebsmittel für Kliniken bereit, koordinieren Evakuierungen für Menschen aus frontnahen Gebieten und helfen ihnen beim Neustart an einem sichereren Ort.
Im Jahr 2025 haben wir:
- über 150.000 Menschen in der Ukraine und 17.280 Binnenflüchtlinge unterstützt,
- 200 Frauen in vier Ambulanzen unserer Partnerorganisation wegen Hepatitis C behandelt,
- eine Schlaganfallstation in einem großen Krankenhaus in Lwiw saniert und die Fortbildung medizinischer Fachkräfte gefördert,
- 400 Tonnen Holzbriketts für 16 Gesundheitseinrichtungen bereit gestellt,
- 1.267 Mütter und ihre Kinder, die Opfer von Gewalt wurden, in den Schutzhäusern von Eleos einen sicheren Rückzugsort geschaffen und
- 1.158 Menschen aus der gefährlichen Frontlinie an sicherere Orte gebracht, wo sie weitere Unterstützung erhalten.
Spendenkonto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, SozialBank AG, Stichwort: Ukraine
Medizinische Versorgung im Westen des Landes
Seit Beginn des Krieges steigt die Zahl der Schlaganfälle in der Ukraine stark an, Betroffene werden immer jünger. Damit sie schnell behandelt werden können, Leben gerettet und Folgeschäden vermieden werden, sanieren wir eine Schlaganfallstation im St. Lukes Krankenhaus in Lwiw und unterstützen die Fortbildung medizinischen Personals.
Auch die Leberkrankheit Hepatitis C tritt immer häufiger auf. Viele Frauen, die aus den Frontgebieten geflüchtet sind und Gewalt erlebt haben, sind infiziert. In vier ambulanten Kliniken unseres Partners werden 200 Frauen kostenfrei und ohne Diskriminierung behandelt. Auch die Fortführung der sicheren medizinischen Grundversorgung im Land ist essentiell. Darum haben wir 16 Gesundheitsstationen in der Region Sumy mit Holzbriketts versorgt. Im eisigen Winter haben die Menschen dort einen Ort zum Aufwärmen.
Im Krieg rücken Behandlungen von Krankheiten wie Schlaganfälle, Hepatitis C oder Lungenentzündungen aus dem Fokus, doch betroffene Patienten sind extrem gefährdet und brauchen eine schnelle und professionelle Behandlung, um zu überleben.
Schutz und Beratung für Frauen und Kinder
Wir unterstützen fünf Frauenhäuser unserer Partnerorganisation Eleos, in denen Frauen, die Gewalt erfahren haben, einen sicheren Zufluchtsort finden, an dem sie zur Ruhe kommen können. Neben psychologischer Betreuung und Therapie stehen ihnen neben medizinischen Behandlungen auch rechtliche und soziale Beratung zur Verfügung. Die traumatisierten Frauen werden gestärkt, um eine neue Lebensperspektive zu entwickeln. 1.200 Mütter und Kinder konnten wir so im Jahr 2025 einen sicheren Zufluchtsort bieten.
Das Projekt der Johanniter wird gefördert von Nachbar in Not mit Mitteln der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
„Mission Siret“: Ein Hilfsprojekt von Freiwilligen
Das Projekt „Mission Siret“ ist einen Monat nach Beginn des Angriffskrieges von engagierten Freiwilligen unter der Schirmherrschaft des Johanniterordens ins Leben gerufen worden. Es wird ausschließlich über Spenden finanziert und durch ehrenamtliche Arbeit getragen. Bisher waren bereits über 500 junge Freiwillige im Einsatz, um den Menschen in der Ukraine wichtige Hilfsgüter und Lebensmittel zu liefern.
Medizinische Behandlung von Schwerstverletzten in Deutschland
Aufgrund der Versorgungsengpässe in der Ukraine werden seit dem Jahr 2022 über die medizinische Evakuierung der Europäischen Union (MEDEVAC) schwer Verletzte und Erkrankte nach Deutschland transportiert und hier über das Kleeblattsytem auf Krankenhäuser verteilt. Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebens-Rettung-Gesellschaft (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Malteser Hilfsdienst (MHD) setzen die Johanniter sowohl eine ergänzende soziale Betreuung als auch medizinische Rücktransporte für diese schwer erkrankten und verletzten Patientinnen und Patienten aus der Ukraine um.
Seit 2022 wurden über 1.700 MEDEVAC-Patientinnen und Patienten nach Deutschland transportiert, mehr als 1.000 von ihnen erhielten eine ergänzende Sozialbetreuung durch die Hilfsorganisationen, 115 ihrer Angehörigen wurden ebenfalls unterstützt. 336 Rücktransporte in die Ukraine durchgeführt, bei denen 74 Angehörige mit zurück transportiert wurden.
Das Projekt wird in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aus Mitteln der Europäischen Union und des Auswärtigen Amts finanziert.
Fragen und Antworten zum Einsatz der Johanniter
Spenderservice
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Die Johanniter sind Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft, dem Zusammenschluss renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Katastrophenfall ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam schnelle und effektive Hilfe zu leisten.











