Tiere bei den Johannitern
Wie Tiere bei den Johannitern Leben retten, trösten und Menschen verbinden.
Tierische HelferTiere sind bei den Johannitern mehr als Begleiter — sie sind aktive Partnerinnen und Partner in Rettung, Therapie und Besuchsarbeit. Von Reiterstaffel über Rettungs- und Lesehunde bis hin zu Alpakas. Das Einsatzgebiet der tierischen Begleiter umfasst viele unterschiedliche Facetten.
Erfahren Sie, wie unsere Teams arbeiten und wie Sie sie unterstützen können.
Superhelden ohne Cape
Wie Tiere helfen
Tiergestützte Einsätze fördern Erholung und unterstützen Therapieverläufe — unsere eigenen Erfahrungsberichte bestätigen diese Effekte in Pflegeheimen, Kliniken und bei Notfalleinsätzen. Denn Tiere wirken auf mehreren Ebenen, psychologisch, psychosozial und funktional:
- Förderung der mentalen & körperlichen Gesundheit
- Förderung der Mobilität
- Gedächtnistraining
- Ängste & Unsicherheiten abbauen
- Schmerzen lindern
- Stress reduzieren
Einsatzgebiete: - Besuchshunde
- Lesehunde
- Tiergestütze Therapie (Alpakas, Meerschweinchen, Pferde)
- Reiterstaffel
- Rettungshundestaffel
Unsere tierischen Teams retten Leben, lindern Einsamkeit und stärken Vertrauen. Sie unterstützen Rettungs- und Sanitätsdienste, bringen Ruhe in Hospiz- und Pflegeeinrichtungen und helfen Kindern und Jugendlichen, Zugang zu Bildung und Stabilität zu finden. Die Verbindung von Mensch und Tier erhöht die Wirksamkeit unserer Angebote und macht Hilfe erfahrbar — empathisch, unmittelbar und nachhaltig.
Individuell, professionell, nachhaltig
Therapie mit Pfote und HufeTiergestützte Therapie ist fester Bestandteil in vielen Johanniter‑Einrichtungen: von Reha‑Kliniken über Fachkliniken bis zu Seniorenhäusern.
In der Kinderklinik in Bad Sassendorf wird das Team unter anderem durch einen speziell ausgebildeten Therapiebegleithund ergänzt. Als Besuchshund begleitet und unterstützt er bei kreativen Tätigkeiten oder durch gezielte Interaktionen in der Einzel-Therapie. Auch das heilpädagogische Reiten ist ein wichtiger Bestandteil des Therapiekonzeptes. Die Interaktion mit Pferd und Esel trainiert das Zusammenleben mit anderen Lebewesen und Verantwortung zu übernehmen. Auch als Unterstützung in der Traumabewältigung, sowie bei ADHS kann das Arbeiten mit Pferden unterstützen.
Jede Sitzung wird fachlich begleitet; Tierwohl, Hygienestandards und die Qualifikation von Therapeutinnen und Therapeuten sind Voraussetzung. Therapieziele werden dokumentiert und evaluiert.
Alpakas im Haus
In zwei unserer Johanniter-Einrichtungen setzt man schon länger auf Alpakas. Die sanften Vierbeiner besuchen die Bewohnerinnen und Bewohner in regelmäßigen Abständen. Oder im Johanniter-Stift Dohna sogar in einem Alpakagehege dauerhaft vor Ort und jederzeit für einen Besuch, eine Streicheleinheit oder ein kleines Leckerli bereit.
Die tierischen Mitbewohner und Besucher zaubern nicht nur Lächeln in Gesichter — sie öffnen Herzen: Erinnerungen werden geweckt, Gespräche beginnen und selbst zurückhaltende Menschen finden plötzlich Worte.
Unterstützen Sie mit Ihrer Spende und helfen Sie uns, unser tierisches Betreuungsangebot auch in Zukunft weiterzuführen.
Ehrenamt mit Tier im Team
Engagement, Ausbildung und Einsatzerfolg.Unsere tierischen Einsätze funktionieren nur durch ehrenamtliches Engagement. Reiterinnen und Reiter und Hundeführerinnen und Hundeführer investieren Zeit in Ausbildung, Training und Einsätze — oft bei Wind und Wetter und rund um die Uhr. Ihre Arbeit erfordert Ausrüstung, regelmäßige Fortbildung und viel Einsatzbereitschaft.
Bis aus einem Hund‑Mensch‑Team ein geprüfter Rettungstrupp wird, vergehen meist zwei bis drei Jahre intensiven Trainings: Funk, Kartenkunde, Erste Hilfe, Orientierung bei Nacht und zahllose Übungsstunden für die Hunde. Alle zwei Jahre müssen die Teams ihre Einsatzfähigkeit in einer anspruchsvollen Prüfung nachweisen. Die Rettungshundestaffeln sind rund um die Uhr ehrenamtlich einsatzbereit — an 365 Tagen im Jahr — und suchen Vermisste in Wald, Feld, Stadt und Trümmern.
Neben den Hunden sind unsere Sanitätsreiterinnen und -reiter ein weiterer wichtiger Baustein im ehrenamtlichen Einsatznetz. Jedes Pferd ist sorgfältig trainiert, und die Reiterinnen und Reiter werden umfassend ausgebildet — viele von ihnen sind Sanitätshelfer, Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter.
Professionelle Hilfe braucht jedoch Ausrüstung und Ressourcen. Diese Last können Ehrenamtliche nicht allein tragen. Ihre Unterstützung sorgt dafür, dass Mensch‑Tier‑Teams gut ausgebildet, ausgerüstet und jederzeit einsatzbereit bleiben.
Werden Sie Teil dieser starken Verbindung von Mensch und Tier — ob durch eine Spende oder als neues Teammitglied. Helfen Sie mit!
Johanniterschwester Stefanie von Fallois: Ihre Arbeit in der Delfintherapie
Wie Mut und persönliche Neugier eine Karriere prägen können
Der Weg von Stefanie v. Fallois führte über die Ausbildung zur Krankenschwester über ein Psychologiestudium bis zur Arbeit in der Delfintherapie in Miami und Curaçao.
Lesen Sie über Stefanie v. Fallois und entdecken Sie, wie Schlüsselerlebnisse ihren professionellen aber auch persönlichen Werdegang bereichert und beeinflusst haben. Ihr Weg führte sie nach ihrem abgeschlossenen Studium über Praktika und ehrenamtliche Arbeit zu ihrem Traumjob: deutschsprachige Therapeutin in einem Delfintherapiezentrum in Key Largo.
Interdisziplinäre Therapie mit internationaler Erfahrung
Die Kombination aus Delfinen, Wasser und Musik in der Therapie fördert die Aufmerksamkeit und das Lernen. In zwei‑ bis dreiwöchigen Programmen zeigten sich teils extreme Fortschritte: erste Lautäußerungen, motorische Verbesserungen oder Entspannung bei hohem Muskeltonus. Heute arbeitet sie zweimal jährlich als Gasttherapeutin auf Curaçao und begleitet interdisziplinär Kinder und Familien.
Die Johanniter-Schwesternschaft
Die Johanniter‑Schwesternschaft ist ein Netzwerk von etwa 700 Mitgliedern, darunter rund 530 Frauen aus Pflege- und Gesundheitsfachberufen. Sie engagieren sich in der Pflege, Begleitung Sterbender und in sozialen Projekten — sowohl in Einrichtungen des Johanniterordens als auch in kirchlichen, staatlichen oder privaten Trägern. Die Mitgliedschaft ist nicht an eine berufliche Tätigkeit bei den Johannitern gebunden.
Gemeinschaft und Professionalität: Die Schwesternschaft bietet Austausch, fachliche Weiterbildung und gegenseitige Unterstützung im Berufsalltag. Ihre Arbeit fußt auf einem christlichen, meist evangelischen Glauben. Hohe Professionalität bei der Hilfe gegenüber dem Menschen sowie Achtung seiner Würde stehen dabei im Vordergrund.



