15.05.2026 | Regionalverband Oberbayern

Für ein faires Miteinander

Vielfalt zu leben, ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. Das betonen die Johanniter zum Deutschen Diversity-Tag am 19. Mai.

Ob im Privat- oder im Berufsleben, in der Schule oder im Kindergarten: „Ein gutes und faires Miteinander für alle erfordert, sich aufeinander einzulassen“, sagt Alexandra Reinhart, Vorstandsmitglied der Johanniter im Regionalverband Oberbayern. Deshalb ist Diversität für die Johanniter weit mehr als ein Schlagwort. Sie ist Ausdruck einer Grundhaltung, in der alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit als wertvoll gesehen werden. „Dass jemand nicht so denkt oder lebt wie wir selbst, kann uns auf Anhieb irritieren“, sagt Reinhart. „Aber so, wie wir ganz selbstverständlich Anerkennung und Respekt für uns erwarten, schulden wir diese auch anderen.“ 

Diese Haltung spiegelt sich auch in der Struktur der Johanniter im Regionalverband Oberbayern wider: Über 1.300 Mitarbeitende engagieren sich hier täglich für andere Menschen, darunter 801 hauptamtliche Kräfte aus insgesamt 39 Nationen. „Diese Vielfalt bereichert unsere Arbeit in besonderer Weise“, sagt Alexandra Reinhart. „Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und kulturelle Hintergründe helfen uns, die Bedürfnisse der Menschen, für die wir da sind, besser zu verstehen und individuell darauf einzugehen.“ Vielfalt ist also nicht nur ein gesellschaftlicher Auftrag, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Qualität und Stärke der Johanniter.

Gelebte Vielfalt erfordert aktives Handeln 
„Respekt ist für die Johanniter kein Extra, sondern Teil der professionellen Haltung“, betont Andreas Hautmann vom Landesvorstand der Johanniter in Bayern. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. engagiert sich seit Langem für Diversity und eine wertschätzende, vorurteilsfreie Arbeitskultur. Bereits 2010 hat sie die Charta der Vielfalt unterzeichnet. „Hautfarbe, Alter, Religion oder auch eine Behinderung – es gibt viele Gründe, warum Menschen im Beruf und im Alltag diskriminiert werden“, sagt Hautmann. Manchmal, so die Johanniter, geschieht dies mit voller Absicht. Häufig sind aber auch liebgewonnene Gewohnheiten, tradierte Sichtweisen oder eingefahrene Verfahrensweisen die Ursache. „Gerechtigkeit kann jedoch nur entstehen, wenn wir uns aktiv darum bemühen, die Vielfalt der Menschen um uns herum anzunehmen“, betont Hautmann. „Das Motto des Diversity-Tages 2026 fasst gut zusammen, warum sich das lohnt: ,Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle‘.“

Bildunterschrift: Bei den Johannitern im Regionalverband Oberbayern engagieren sich täglich über 1.300 Mitarbeitende für die Bevölkerung, darunter 801 hauptamtliche Kräfte aus 39 Nationen.

Foto: Marcus Brodt.