Höchster Respekt für Pflegekräfte und Angehörige
Tag der Pflege: Johanniter beschenken ihre Mitarbeitenden und warnen vor Kürzungen in der ambulanten Pflege.
Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai haben die Johanniter den unermüdlichen Einsatz von Mitarbeitenden und pflegenden Angehörigen unter teils schwierigen Bedingungen und täglich neuen Herausforderungen gewürdigt. „Die Pflege eines Menschen ist immer eine verantwortungsvolle Aufgabe – egal, ob man sich beruflich oder privat für Pflegebedürftige engagiert“, erklärte Daniela Hehl, Sachgebietsleiterin Pflegedienste im Regionalverband Oberbayern.
Es ist der sehnlichste Wunsch vieler älterer Menschen, möglichst lange zu Hause bleiben zu können: „Mit welcher Energie und Hingabe sich jeden Tag allerorts pflegende Angehörige und Pflegekräfte dafür einsetzen, dies möglich zu machen, verdient höchsten Respekt und vor allem gute politische Rahmenbedingungen“, betonte Hehl.
Als Zeichen der Wertschätzung wurden die Pflegekräfte in den Johanniter-Sozialstationen Allershausen, Puchheim, Landsberg am Lech und Bad Wörishofen sowie in der Johanniter-Tagespflege Wörishofen mit kleinen Aufmerksamkeiten bedacht. Die Geschenke – bestehend aus einer Beach Bag, hochwertiger Handcreme, Sonnenbrille und persönlicher Dankeskarte – sollten den Dank für ihren täglichen Einsatz zum Ausdruck bringen.
Pflegedienste droht plötzlicher, wirtschaftlicher Druck
Angesichts der GKV-Reform auf Bundesebene stünde gerade viel auf dem Spiel, so Hehl: „Sollte die Refinanzierung von Lohnsteigerungen tatsächlich eingeschränkt werden, stünden viele ambulante Pflegedienste von heute auf morgen erneut unter massivem wirtschaftlichem Druck. Das würde die professionelle Versorgung gefährden und die Rahmenbedingungen für gute Pflege verschlechtern.“
Digitale Hilfe für den Pflegealltag
Die Diskussion um die Finanzierung der Pflege trifft nicht nur die professionellen Pflegedienste, sondern auch die Situation von Millionen pflegender Angehöriger. In Deutschland leben mehr als fünf Millionen pflegebedürftige Menschen. In vier von fünf Fällen werden sie zu Hause versorgt - überwiegend von Angehörigen. „Bei möglichen Leistungseinschränkungen droht, dass die Pflege und Verantwortung noch stärker in die Familien verlagert werden, ohne dass dafür ausreichend professionelle Unterstützung zur Verfügung steht“, sagte Daniela Hehl. Viele Familien geraten in eine Situation, auf die sie nicht vorbereitet sind: rechtliche Fragen, Anträge, Organisation, emotionale Belastung.
Hier setzt die kostenlose App der Johanniter "mitpflegeleben" an. Das digitale Angebot umfasst verständlich aufbereitetes Pflegewissen, Orientierung im komplexen Leistungs- und Antragswesen, praktische Alltagstipps sowie strukturierende Funktionen zur Organisation und Dokumentation. Mehr Informationen und die Möglichkeit zum Download der App erhalten Interessierte unter www.mitpflegeleben.de
Unterstützungsangebote der Johanniter im Regionalverband Oberbayern sind unter www.johanniter.de/pflege-oberbayern zu finden.
Bildunterschrift: Zum Tag der Pflege am 12. Mai bedankte sich Regionalvorständin Alexandra Reinhart (r.) bei den Mitarbeitenden der Sozialstation Puchheim für ihren unermüdlichen Einsatz – sie wurden mit „Beach Bags“ beschenkt, die eine Sonnenbrille, eine hochwertige Handcreme und eine persönliche Dankeskarte enthielten.
Foto: Anastasia Tarasenko, Johanniter Oberbayern.