06.10.2025 | Regionalverband Oberfranken

In jeder Lage fähig zur Hilfe

Bayerische Landesübung „ZusammenStark2025“: Erstmals haben die Johanniter vom 3. bis 5. Oktober mit Bundeswehr und Technischem Hilfswerk die zivil-militärische Zusammenarbeit geübt.

Der Krieg in der Ukraine, gezielte Störungen des Luftverkehrs, digitale Angriffe auf die Infrastruktur: Die sicherheitspolitische Situation in Europa hat sich verändert. „Daher müssen sich auch die Johanniter möglichen neuen Herausforderungen stellen“, sagt Alexander Hameder. Er ist im Johanniter-Landesverband Bayern für die strategische und fachliche Ausrichtung des Bevölkerungsschutzes und des Rettungsdienstes zuständig. 

Erfahrungen sammeln, um optimal helfen zu können

„ZusammenStark2025“ vom 3. bis 5. Oktober war die erste bayernweite Großübung der Johanniter zusammen mit der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk. An der Zivilschutzübung auf dem Gelände der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried beteiligten sich rund 400 Johanniterinnen und Johanniter. Sie übten die Versorgung und Verlegung von Verwundeten, die mit dem Zug eintreffen. „Die Johanniter sind als Hilfsorganisationen im Spannungs- und Verteidigungsfall für solche Aufgaben mit zuständig“, erklärt Hameder. „Hinzu kommt unser Grundsatz der Hilfe von Mensch zu Mensch – wir wollen in jeder Situation optimal helfen können. Auch wenn wir uns natürlich aus ganzem Herzen wünschen, den geübten Ernstfall nie erleben zu müssen.“

Oberstes Ziel der Übung war es, Erfahrungen zu sammeln. „Wir wissen nun besser, wo wir unsere Helfenden noch schulen müssen und wie sich das Zusammenspiel mit externen Partnern weiter optimieren lässt“, so Hameder. „Die Johanniter werten alle Ergebnisse systematisch und wissenschaftlich begleitet aus. Die Erkenntnisse werden im Anschluss veröffentlicht und in Reformprozesse eingebracht.“

Auch von den oberfränkischen Johannitern waren Helfende vor Ort – sowohl als Einsatzkräfte und Beobachter in der Übung, als auch in der Vorbereitung der Übung zum Beispiel bei der Bereitstellung von Zelten am sogenannten Bereitstellungsraum 250, der Unterkunft und Versorgung für bis zu 250 Einsatzkräfte bietet, oder im Bereich der Realistischen Unfalldarstellung, die für das Schminken der Mimen zuständig ist.