Johanniter-Kinderhaus „Waldwichtel“ erhält Auszeichnung für gelebte Nachhaltigkeit
Zweieinhalb Jahre „Kita im Aufbruch“ erfolgreich abgeschlossen
Waldsassen ■ Ein besonderer Moment für das Johanniter-Kinderhaus „Waldwichtel“ in Waldsassen: Nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit rund um die Themen Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde die Einrichtung nun offiziell ausgezeichnet. Im Rahmen des Projektes „Kita im Aufbruch“ des Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) erhielt das Kinderhaus das Zertifikat für nachhaltige Bildungsarbeit. Überreicht wurde die Auszeichnung bei der Abschlussveranstaltung am 6. Mai in Augsburg von Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender, gemeinsam mit Markus Kreitmayr, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Freiwilligendienste der Johanniter in Bayern.
Schon beim Kinderhausgebäude, das mit Vollholzbau, Gründach und Photovoltaikanlage ausgestattet ist, wurde besonders auf Nachhaltigkeit gesetzt. Im Rahmen des Projektes „Kita im Aufbruch“ beschäftigte sich das Team gemeinsam mit Kindern und Eltern intensiv mit Themen wie Partizipation, Regionalität, Biodiversität und bewusster Ressourcennutzung. Die Kinder konnten ihre Heimat erkunden, demokratische Prozesse erleben und sich aktiv an Projekten beteiligen. Höhepunkte waren unter anderem der Bau eines Insektenhotels, naturnahe Erlebnisräume im Garten sowie das Sommer- und Familienfest zum Thema Biodiversität. Auch im Alltag setzt das Kinderhaus verstärkt auf regionale Lebensmittel, gemeinschaftliche Aktionen und nachhaltige Bildungsarbeit.
Einrichtungsleitung Katja Bloßfeldt sieht darin einen wichtigen Teil nachhaltiger Bildung: „Für uns bedeutet Nachhaltigkeit viel mehr als Umweltschutz. Es geht darum, Kindern Werte mitzugeben, Gemeinschaft zu erleben und Verantwortung für die eigene Umwelt zu übernehmen. Besonders schön war zu sehen, wie engagiert Kinder, Eltern und Team gemeinsam an den Projekten gearbeitet haben.“
Mit der Zertifikatsübergabe endet das Projekt offiziell, die nachhaltige Bildungsarbeit wird jedoch fortgeführt. Geplant sind weitere Projekte rund um Natur, Wasser, Umweltbildung und die stärkere Nutzung des Waldes als Bildungsraum.
Die Johanniter in Ostbayern Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.