08.09.2025 | Regionalverband Oberfranken

Warnsystem wird getestet

Bundesweiter Warntag am 11. September

Durch den fortschreitenden Klimawandel und die aktuelle geopolitische Lage können Notfälle entstehen, die schnell viele Menschen betreffen. Effiziente und funktionierende Warnsysteme sind deshalb lebenswichtig. Deswegen werden in Deutschland die Warnsysteme regelmäßig getestet – bei einem bundesweiten Warntag, der auch dieses Jahr wieder am 11. September stattfindet. 

An diesem Aktionstag erproben der Bund, die Länder und die Kommunen in einer gemeinsamen Übung gegen 11 Uhr ihre Warnmittel, wie zum Beispiel Sirenen oder auch Warn-Apps. Die technischen Abläufe und die Warnmittel selbst werden auf ihre Funktion und auf mögliche Schwachstellen überprüft. Zusätzlich bietet der Warntag auch für Endgerätenutzer eine gute Möglichkeit, ihre Geräte und Warn-Apps auf Funktionalität zu testen und so sicherzustellen, dass Warnmeldungen sie im Ernstfall erreichen.

Zusätzlich zu Sirenen, Warn-Apps oder Radiodurchsagen ist seit Februar 2023 auch der Cell-Broadcast genannte Mobilfunkdienst im Einsatz. Hierbei werden Bevölkerungsschutzwarnungen direkt auf Endgeräte wie Handys oder Smartphones geschickt. So kann jeder Bürger oder jede Bürgerin unabhängig von Mobilfunkanbieter oder Herkunftsland zeitnah und effizient gewarnt werden: Die Warnnachrichten werden direkt auf das Handy oder Smartphone gesendet, ohne dass vorab beispielsweise eine spezielle App installiert werden muss. 

Viele Mobilfunknutzerinnen und -nutzer haben zusätzlich sogenannte Warn-Apps wie NINA vom BBK oder Katwarn vom Fraunhofer-Institut auf ihren Geräten installiert. Über diese Apps erhalten Nutzer Infos zu warnpflichtigen Ereignissen des Bevölkerungsschutzes, Hinweise der Polizei oder auch Wetterwarnungen. Die Apps bieten darüber hinaus auch zusätzliche Funktionen wie individuelle Ortseinstellungen, eine Kartenansicht und Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Notfälle.