05.08.2026 | Johanniter-Jugend Potsdam-Mittelmark-Fläming

Rückblick Zeitensprünge – Projekt #GeradeJetzt

Mit dem Projekt #GeradeJetzt konnten Jugendliche ab 13 Jahren die Geschichte in den Jahren 1918 – 1945 in den Jahren 1918 – 1945 in und um Potsdam an 5 wichtigen geschichtlichen Orten erforschen.

Die Johanniter-Jugend durfte im Jahr 2025 von März bis November mit ihrem Projekt #GeradeJetzt an dem Programm Zeitensprünge des Landesjugendringes Brandenburg teilnehmen. Hierbei konnten Jugendliche ab 13 Jahren die Geschichte in den Jahren 1918 – 1945 in und um Potsdam an 5 wichtigen geschichtlichen Orten erforschen.

Die Jugendlichen beschäftigten sich im April mit Kaiser Wilhelm II. Dabei sammelten, sie in Rahmen einer Gruppenstunde, viele Fakten rund um das deutsche Kaiserreich und dessen Untergang. Ihr gesammeltes Wissen konnten sich die Jugendlichen im gleichen Monat hautnah im Neuen Palais anschauen.

Im Mai befassten sich die Jugendlichen mit den Jahren 1919 – 1933. Hier fanden sie heraus, wie sich die Lage im deutschen Reich politisch verschärfte und wie Hitler mit der NSDAP an die Macht kam. Inhalt der Forschung war unter anderem der Reichstagsbrand, der Tag von Potsdam, die Bücherverbrennung und das Gesetz gegen die „Neubildung von Parteien“. Im Anschluss besuchten sie die Garnisonkirche in Potsdam, welche 1933 als Ort für den offiziellen Festakt zur Eröffnung des neuen Reichstages genutzt wurde.

Im Juni kamen die Jugendlichen erneut zusammen, um Informationen über die Jahre 1933 – 1942 zu sammeln. Hierbei beschäftigten sie sich mit den „Nürnberger Gesetzen“, den ersten Eröffnungen von Konzentrationslagern, den Beginn des 2. Weltkrieges und der Wannsee-Konferenz mit den Maßnahmen zur „Endlösung der Judenfrage“. In der gleichen Woche besuchten die Jugendlichen das Haus der Wannseekonferenz im Wannsee und schauten sich dort die Ausstellung an.

Nach einer kleinen Sommerpause trafen sich die Jugendlichen ein weiteres Mal, um sich auf den Ausflug in die Gedenkstätte Sachsenhausen vorzubereiten. Sie sammelten Informationen dazu, wer dort gefangen gehalten wurde, welche Funktion das Konzentrationslager hatte, wie der Alltag der dort gefangenen Menschen aussah, was sich im Lager nach der Wannseekonferenz veränderte und wie das Konzentrationslager befreit wurde. 

Nachdem die Jugendlichen alle Daten zusammengetragen hatten, besprachen sie noch einen ganz wichtigen Punkt: Was ist uns wichtig, wenn wir in die Gedenkstätte Sachsenhausen fahren? Sie machten ebenfalls ein Zeichen aus, wie sie zu verstehen geben konnten, wenn ihnen die Situation zu viel ist und vereinbarten gegenseitig auf sich zu achten.

Im September fuhren sie dann in die Gedenkstätte Sachsenhausen und durften vor Ort an einem Workshop zu „Medizin und Verbrechen“ teilnehmen.

Im Oktober trafen sich die Jugendlichen, um die Jahre 1942 – 1945 zu erforschen. Sie beendeten ihre Forschungsreise mit einem digitalen Rundgang durch das Schloss Cecilienhof (Leider konnten wir nicht vor Ort sein, da das Schloss wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist), in welchem die Potsdamer Konferenz abgehalten wurde, in welcher über die Neuordnung Deutschlands und Europas nach dem Zweiten Weltkrieg beraten und entschieden wurde.

Im November wurden die letzten Monate mit dem Projekt #GeradeJetzt ausgewertet und Bezüge zur heutigen Zeit geschaffen. Die Jugendlichen haben klar benannt, dass ein Rechtsruck in Deutschland deutlich spürbar ist (In der Schule von Mitschüler*innen ausgehend und auch im näheren Umfeld) und sie finden, dass Aufklärung extrem wichtig ist und viel zu wenig stattfindet. Für sie ist ganz klar, dass sich das, was sie monatelang erforscht haben nicht wiederholen darf.

Die Jugendlichen haben abschließend Punkte ausgemacht, wie sie mit den gesammelten geschichtlichen Informationen umgehen wollen. Unter Anderem gehören folgende Punkte dazu: 

  • Wir wollen uns stark machen gegen rechts

  • Wir wollen versuchen Diskussionen zu führen, die nicht „eskalieren“

  • Wir wollen uns mit Betroffenen identifizieren

Unser letzter Ausflug ging zur Jugendgeschichtsmesse, welche in Potsdam stattfand. Hier haben alle Projekte des Programmes Zeitensprünge ihre Forschungen vorgestellt. Wir haben zu unserer geschichtlichen Reise ein Video erstellt und dieses vor Ort zeigen können!

Nochmal ein großes Danke an den Landesjugendring Brandenburg, für die Ermöglichung und Bereitstellung von Ressourcen für das Projekt #GeradeJetzt!!!