Johanniter-Rettungswache Elstorf feiert 30-jähriges Bestehen
Seit drei Jahrzehnten gibt es die Rettungswache Elstorf. Zu diesem Jubiläum fand eine Feierstunde in der Wache statt.
„Vor 30 Jahren sind wir damals in der Straße Schwarzenberg in Elstorf gestartet, keine 500 Meter von unserem heutigen Standort entfernt“, erinnert sich Wachleitung Karin Tiege-Schulze. Der traurige Anlass für die Gründung: Anfang der 90er-Jahre starben bei einem Wohnungsbrand in Ardestorf zwei Kleinkinder, weil der Rettungswagen aus Altona zu spät eintraf. Wie dringend die Rettungswache gebraucht wurde, zeigten die Einsatzzahlen: Bereits im ersten Jahr rückten die Teams zu über 1.000 Einsätzen aus – eine Zahl, die in den Folgejahren stetig stieg.
Lehrrettungswache seit 2000
Im Jahr 2000 erreichte die Wache einen weiteren Meilenstein: Die Bezirksregierung Lüneburg erkannte sie als Lehrrettungswache an. Heute bildet die Wache sechs Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter aus. Zeitlich versetzt kommt im Februar beziehungsweise August immer ein neuer Notfallsanitäter-Azubi dazu.
5.500 Einsätze pro Jahr
2001 zog die Wache in einen Neubau neben der Freiwilligen Feuerwehr Elstorf in der Lindenstraße 2, dem heutigen Standort am Ortseingang. Doch auch dort wurde der Platz bald knapp. 2016 entstand ein Anbau. „Inzwischen verzeichnen wir etwa 5.500 Einsätze pro Jahr, vor allem internistische Notfälle“, berichtet Tiege-Schulze. Heute stellt die Wache einen Rettungswagen rund um die Uhr und einen zweiten als Tagdienstverstärker für Neu Wulmstorf, Hollenstedt und Teile der Gemeinde Rosengarten. In seiner Ansprache würdigte Regionalvorstand Henning Janßen die Arbeit der Rettungswache: „Wie unser Name, die Johanniter-Unfall-Hilfe, sagt, liegt es in unserer DNA, Menschen in Not zu helfen. Das tun wir hier in Elstorf seit 30 Jahren.“ Auch Bürgermeister Tobias Handtke lobte: „30 Jahre Rettungswache der Johanniter – so wertvoll wie am ersten Tag! Herzlichen Dank an alle Haupt- und Ehrenamtlichen für euren Einsatz für jedes Menschenleben.“