Neue Rettungswache der Johanniter eingeweiht
Der Rettungsdienst der Lübecker Johanniter hat ein neues Zuhause: Die moderne und nachhaltige Rettungswache ist ab sofort Startpunkt der Einsätze im Stadtgebiet
Mit dem Neubau ihrer Rettungswache setzt die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. auf moderne Infrastruktur und ein nachhaltiges Energiekonzept. In direkter Nachbarschaft zur bisherigen Wache und zur Regionalgeschäftsstelle entstanden auf zwei Etagen und 900 Quadratmetern eine Fahrzeughalle, verschiedene Funktionsbereiche sowie Sozial- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeitenden. Gestern weihten die Lübecker Johanniter ihre neue Rettungswache gemeinsam mit geladenen Gästen ein. Dazu gehörten u.a. Bürgermeister Jan Lindenau sowie Vertreter*innen der Berufsfeuerwehr, des Stadtfeuerwehrverbandes Lübeck sowie weitere Hilfsorganisationen.
„Die neue Rettungswache ist größer, moderner und – darauf sind wir besonders stolz – mit Blick auf Nachhaltigkeit gebaut“, erklärt Yonathan Arnold, Mitglied im Regionalvorstand. Das Gebäude erfüllt die aktuellen DIN-Normen und ist mit Wärmepumpe und Solaranlagen ausgestattet. Die DIN regelt beispielsweise die Größe der einzelnen Parkplätze. In der neuen Fahrzeughalle sind sechs Rettungswagen (RTW) der Johanniter stationiert. Die bisherige Halle wird weiterhin für sieben Krankentransportwagen (KTW) genutzt. Durch den stetig gestiegenen Bedarf an Rettungsmitteln ist auch der Platzbedarf der Johanniter-Rettungswache gestiegen. „In den letzten 20 Jahren hat sich die Vorhaltung von Rettungswagen verdoppelt, die der KTW sogar verdreifacht.“ Allein in 2025 fuhren die Johanniter 8.500 Notfälle an und transportierten 13.700 Patientinnen und Patienten.
Respekt für Retter
Bei der Einweihung gratulierten Bürgermeister Jan Lindenau und Thomas Köstler, Leiter der Berufsfeuerwehr Lübeck, mit persönlichen Worten. „Ich gratuliere den Johannitern zur neuen Rettungswache und wünsche den Mitarbeitenden stets einen kühlen Kopf in stressigen Situationen. Ich habe höchsten Respekt für die wichtige Arbeit, die Sie jeden Tag für die Menschen in Lübeck leisten“, so Jan Lindenau. Anschließend wurde am Zaun der Rettungswache das Banner „Respekt für Retter“ aufgehängt, eine von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck geförderte Kommunikationskampagne. „Wir Johanniter unterstützen die Kampagne ausdrücklich, um unseren Einsatzkräften und ihrer wertvollen Arbeit den Raum und die Anerkennung zu geben, die sie verdienen“, so Yonathan Arnold. Thomas Köstler ergänzt: „Die Kampagne zeigt auch die Gemeinschaft der einzelnen Blaulicht-Organisationen. Wir sind ein Netzwerk und wir sind ein Netzwerk, das hält.“
Viel Platz für die Mitarbeitenden
Bei der Einweihung gab es für die Gäste die Möglichkeit, die neue Rettungswache zu besichtigen. „Da wir auf zwei Etagen gebaut haben, gibt es jetzt deutlich mehr Raum für die Mitarbeitenden. Der erste Stock ist geprägt von einem großen Aufenthaltsraum, einladend gestalteten Ruheräumen sowie modernen Umkleide- und Duschmöglichkeiten“, sagt Hans-Martin Grusnick, Mitglied im Regionalvorstand. Die Mitarbeitenden hatten in der Planungsphase die Möglichkeit, sich mit einzubringen. „Uns war es wichtig, eine Rettungswache zu schaffen, die gute Arbeitsbedingungen und eine wertschätzende Atmosphäre bietet. Unsere Mitarbeitenden sollen gerne zur Arbeit kommen und sich hier wohlfühlen auf ‚ihrer‘ Wache.“
Die bisherige Rettungswache wird teilweise umgebaut. Hier entstehen u.a. neue Büroräume für die weiter wachsende Verwaltung des Regionalverbandes Schleswig-Holstein Süd/Ost, der mit seinen rund 70 Einrichtungen und Diensten der größte Johanniter-Verband im Norden ist. „Die alte Rettungswache wird renoviert und bleibt den Mitarbeitenden zum größten Teil erhalten, die die Krankentransportdienste übernehmen“, sagt Yonathan Arnold.