22.09.2026 | Regionalverband Schleswig-Holstein Nord/West

Umfangreiche Übung der MTF

Die beiden in Schleswig-Holstein stationierten Medizinischen Task Forces (MTF) des Bundes haben vom 18. bis 20. September 2026 auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Boostedt bei Neumünster eine erste gemeinsame Übung durchgeführt.

Innenministerin Magdalena Finke (r.) informiert sich beim Rundgang, hier vor dem Behandlungszelt der Johanniter aus Rendsburg
Innenministerin Magdalena Finke (r.) informiert sich beim Rundgang, hier vor dem Behandlungszelt der Johanniter aus Rendsburg

Die Medizinische Task Force ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept des Bevölkerungsschutzes. Schleswig-Holstein unterhält zwei der 61 bundesweit stationierten Einheiten und stellt mit den Kreisen, Hilfsorganisationen und beteiligten Feuerwehren die Umsetzung der Konzepte des Bundes sicher, damit bei länderübergreifenden Großschadenslagen sowie im Spannungs- und Verteidigungsfall umfangreiche Hilfsgüter und zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort schnell sinnvolle Hilfe leisten können. 

Vom 18. bis 20. September haben weit mehr als 200 Einsatzkräfte der beteiligten Organisationen im Rahmen der MTF eine umfangreiche Übung zur weiteren Verbesserung der gemeinsamen Arbeitsabläufe durchgeführt. Beispielsweise wurden stationäre Einrichtungen aufgebaut und der Patientendurchlauf mittels Patientenanhängekarten erprobt. Dabei ging es von der Dekontamination über die Triage und die Behandlungszelte zur Transportorganisation. Auch der Abtransport mit den teils geländegängigen Krankentransportwagen konnte in der Fahrerschulung streckenweise durchweichten, unebenen Gelände geübt werden.

Innenministerin Magdalena Finke nahm die Übung am zweiten Tag in Augenschein und machte sich beim Rundgang mit Yonathan Arnold (Mitglied im Regionalvorstand Schleswig-Holstein Süd/Ost) und KatS-Bereichsleiter Nicolas Tobaben (Schleswig-Holstein Nord/West/Landesgeschäftsstelle) einen Eindruck von der engagierten ehrenamtlichen Arbeit der Einsatzkräfte.

Organisiert sind die Einsatzkräfte (pro MTF 138 Kräfte mit 27 Fahrzeugen) in jeweils fünf Teileinheiten (Führungsgruppe, Behandlungsbereitschaft, Dekontamination von Verletzten, Patiententransportgruppe und Logistikzug). 

Die Johanniter hatten mit verschiedenen Teileinheiten teilgenommen. Der Regionalverband Nord/West stelle zwei Gerätewagen Sanität der Behandlungsbereitschaft, zwei Krankentransportwagen Typ B für den Zivilschutz der Patiententransportgruppe sowie jeweils ein Mannschaftstransportfahrzeug der Führungsgruppe und der Dekon-V-Einheit, zudem besetzte er personell einen Logistikzug. Unterstützt wurden diese Einsatzkräfte vom Regionalverband Süd/Ost mit zwei Teileinheiten sowie Kräften aus der Gruppe Führung und Logistik des Landeskatastrophenschutzes.