17.09.2026 | Johanniter-Kita Stoppelhopser Rümpeler Weg

Wenn Generationen aufeinander treffen

Seit 30 Jahren gibt es die Kita Stoppelhopser in Bad Oldesloe. Julia Henseler ist von Anfang an dabei und trifft sich mit Julie Müller und ihrer Tochter Mila, die selbst Kinder in der Kita waren und sind

Rote und weiße Ballons mit der Aufschrift "30 Jahre" hängen vor dem Gebäude der Johanniter-Kita Stoppelhopser.
Seit 30 Jahren gehen Kinder in die Kita Stoppelhopser, die sich heute im Rümpeler Weg unter der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. befindet.
Mutter, Tochter und Erzieherin der Johanniter stehen vor dem Eingang zur Kita Stoppelhopser.
Drei Menschen, 30 Jahre Kita-Geschichte: Julie Müller (l.) war als Kind selbst in der Gruppe von Julia Henseler (r.), die von Beginn an in der Johanniter-Kita Stoppelhopser dabei ist. Heute geht auch Tochter Mila in ihre Gruppe.

Da werden Erinnerungen wach: Beim Jubiläumsfest in der Johanniter-Kita Stoppelhopser treffen sich Julia Henseler, Julie Müller und ihre Tochter Mila, die alle ihre eigene Kita-Geschichte zu erzählen haben. Seit 30 Jahren gibt es die Stoppelhopser in Bad Oldesloe – mit wechselnden Standorten und Trägern. Heute befindet sich die Kita im Rümpeler Weg in der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Das war natürlich ein Grund zu feiern, nicht nur für das pädagogische Team und die Kindern, sondern auch für deren Familien: Nach einem Geburtstagsständchen der Kinder und einer Ansprache von Kitaleitung Vanessa Vogt ging es zu den zahlreichen Stationen von Button-Basteln über Barfußpfad bis hin zur Hüpfburg. Alle Angebote wurden von den Mitarbeitenden organisiert.

30 Jahre Kita – das heißt 30 Jahre Geschichten voller Herausforderungen und besonderer Momente.

Das weiß auch Julia Henssler, die von Anfang an dabei war. „Mit 17 Jahren habe ich bei den Stoppelhopsern angefangen, zunächst als Kinderpflegerin. Später habe ich meine Ausbildung zur Erzieherin nachgeholt – nebenberuflich und am Wochenende“, erzählt die 48-Jährige. „Die Kita war immer in Bewegung: Die Standorte haben sich verändert, aber auch das Konzept wurde immer wieder auf den Prüfstand gestellt.“ Gerade diese Bewegung macht die Arbeit stets zu etwas Besonderem. „Es war nie langweilig. Besonders die Ausflüge machen die Arbeit abwechslungsreich.“

Die Ausflüge auf die Spielplätze, in den Kurpark oder mit dem Bus zu weiter entfernten Zielen sind auch Julie Müller in Erinnerung geblieben. Sie war selbst mal ein Kind in der Gruppe von Julia Henssler: die „Kleinen Strolche“. Sie braucht einen Moment, um sich zu erinnern, aber dann fallen ihr viele Momente aus ihrer eigenen Kita-Zeit ein. „Ich mochte vor allem den Morgenkreis. Die Geburtstage waren ebenfalls toll: Als Geburtstagskind haben wir eine Krone bekommen und durften uns aus kleinen Kisten etwas aussuchen.“ Das sei auch noch heute noch so, ergänzt Julia Henseler.

Richtig weit weg gezogen ist Julie Müller nie, nun lebt sie wieder in ihrem früheren Elternhaus in Bad Oldesloe. „Leider konnte ich Mila nicht sofort bei den Stoppelhopsern anmelden, aber nachdem sie drei Jahre alt ist, geht sie hierher.“ Und na klar: auch zu den „Kleinen Strolchen“. „Es standen zwei Gruppen zur Auswahl und natürlich fiel meine Wahl auf die Gruppe von Julia.“

Auch für Mila sind die Ausflüge in die Umgebung stets ein Highlight. „Neulich hat das Team eine alte Schreibmaschine aus dem Keller geholt, davon hat sie ganz begeistert erzählt. Meist will sie noch gar nicht nach Hause, wenn ich sie nachmittags abhole“, lacht die 26-Jährige.

Zusammenhalt und Beständigkeit im Team

„Als Erzieherin zu arbeiten, erfüllt mich sehr. Die Eltern geben bei uns ihren größten Schätze ab. Bei den Stoppelhopsern habe ich mich immer wohlgefühlt, nicht zuletzt wegen des Teams. Wir leben einen großen Zusammenhalt“, so Julia Henseler. Diesen Zusammenhalt spürt auch Julie Müller, wenn sie ihre Tochter zur Kita bringt. „Das ist nicht zuletzt auch für die Kinder toll!“

Die beiden Frauen erinnern sich mit großer Freude an das Engagement von Peter, ehemaliger Mitarbeiter und Musikpädagoge, der regelmäßig Musicals und Märchen auf der großen Bühne der Kita inszeniert hat. „Die Arbeit mit Peter war für die Kinder immer etwas Besonderes, da kamen sogar die Kinder aus anderen Kitas zu den Aufführungen“, sagt Julia Henseler. Nach seinem Ruhestand gibt es nun die große Talentshow der Schulkinder. „Hier zeigen sie, was sie alles Tolles können – von Bodenturnen über Voltigieren bis hin zu Karate“, erzählt sie.

Vanessa Vogt ist erst seit einigen Jahren Leiterin und war von Beginn an von der Beständigkeit des Teams und der dadurch entstandenen Gemeinschaft begeistert. Viele Mitarbeitenden sind seit 20 Jahren und mehr dabei. Trotzdem: „Es ist nie ruhig in der Johanniter-Kita bei den Stoppelhopsern. Und so muss es auch sein, denn wir sind ein buntes Haus!“