20.04.2026 | Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen

Jubiläumssymposium Rheumatologie mit Überraschungen

Das Fläming-Symposium 2026 der Fachklinik für Rheumatologie war in mehreren Hinsichten ein Besonderes.

Das aktuelle Qualitätssiegel 2026-2027 für die Rheumafachklinik überreichte Michael Zaske vom brb. Gesundheitsministerium.
Ein Faksimile von 1875 brachte Hans-Georg Münchow aus Trebbin mit.
Eine Jubiläumstorte vom einheimischen Bäckermeister fehlte nicht und schmeckte hervorragend.

Zum einen feierte es sein 30. Jubiläum mit hochkarätigen Referenten und einem ebensolchen Programm. Zahlreiche Zuhörer aus der brandenburgischen Ärzteschaft und darüber hinaus nahmen wieder teil.

Zum zweiten wurde der Klinik zum wiederholten Male das Gütesiegel des Verbandes Rheumatologischer Akutkliniken für 2026-2027 übergeben. Michael Zaske, Abteilungsleiter des brandenburgischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg (MASGZ) übernahm diesen Akt wie schon öfter in der Vergangenheit. 

In seiner Gratulation richtete er sich nicht nur an die gastgebende Klinik mit lobenden und anerkennenden Worten, sondern bewusst auch an die vielen Vertreter der niedergelassenen und klinisch tätigen Ärzte mit einem Statement über die aktuellen Stabilisierungsvorschläge der Bundesregierung für die Krankenkassen. 

Hauptkritikpunkt ist, dass nicht alle Beteiligten am Gesundheitssystem gleichermaßen zu den Einschnitten beitragen oder davon betroffen seien. Vor allem seien es die Kassenleistungen für Nichtbeitragszahlende, die der Bund selbst tragen müsste und nicht die Versichertengemeinschaft. Das allein würde reichen, um das Defizit auszugleichen.

Für das Land Brandenburg ermutigte er die Gäste: „Die Lage ist nicht so hoffnungslos, wie sie oft dargestellt wird. Wir arbeiten sehr intensiv und im Austausch mit der Ärzteschaft und den Kliniken an strukturellen Lösungen!“ Das Land Brandenburg sei sehr intensiv im Austausch mit allen Teilnehmern am Gesundheitsmarkt, um daraus Vorschläge zu entwickeln und auch in Richtung Bund weitergeben zu können. 

Auch einen Hinweis auf teilweise widersprüchliche gesetzliche Vorgaben ließ er sich nicht nehmen, die die Gründung von kommunalen MVZ im Land Brandenburg erschweren würden und die der Ambulantisierung von Leistungen entgegenstünden. Dafür würde man rasch Lösungen finden. 

Nicht zuletzt gab es ein Überraschungsgeschenk eines Hausarztes aus Trebbin, der historische Landkarten sammelt und zum Jubiläum ein großformatiges Faksimile der Neumark Brandenburg aus dem Jahr 1875 überreichte. Eine sehr gerührte Chefärztin bedankte sich: „Ich freue mich sehr – noch nie in meiner Dienstzeit habe ich ein Geschenk zum Jubiläum bekommen".

Fachklinik für Internistische Rheumatologie, Osteologie und spezielle Schmerztherapie