Bekämpfung der Heuschrecken in Zeiten von COVID-19

Berlin, 23. März 2020

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Während die weltweite Aufmerksamkeit derzeit auf COVID-19 liegt, fressen weiterhin Millionen von Wüstenheuschrecken die Felder am Horn von Afrika leer. Unterernährung und eine Nahrungsmittelkrise drohen. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Aktivitäten zur Heuschreckenbekämpfung fortgesetzt werden, wobei die lokalen Gemeinschaften an vorderster Front stehen", fordern die Mitstreiter der Regionalen Allianz im Kampf gegen die Heuschrecken (RDLA).  (Das komplette Statement der RDLA können Sie hier nachlesen.)

Viele Gemeinden in den am schlimmsten betroffenen Gebieten in Kenia, Somalia, Äthiopien und Uganda haben bereits fast alle Nahrungsmittel und Ernteerträge verloren. Jetzt kommt die neue Landwirtschaftssaison, doch neue Schwärme haben sich bereits gebildet. Sie könnten erneut erhebliche Schäden an Ernten und Weideland verursachen.

Zusätzliche Bedrohung durch Covid-19

In den vergangenen Monaten suchte eine unheilvolle Serie an Notsituationen die Region heim. Auf eine lang anhaltende Dürre folgten Ende 2019 schwere Überschwemmungen. Die Feuchtigkeit lieferte eine Grundlage für die riesigen Heuschreckenschwärme. Die COVID-19-Pandemie ist das derzeit letzte Glied der Kette. Trotz all der Anstrengungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie dürfen die Bemühungen zur Bekämpfung der Heuschrecken nicht nachlassen.

„Seitdem die Coronavirus-Pandemie vor einer Woche in Ostafrika Fuß gefasst hat, sind die Maßnahmen gegen die Heuschreckenplage nahezu zum Erliegen gekommen. Gerade begannen alle Akteure Fortschritte bei der Kontrolle der Schwärme zu machen und sich besser zu koordinieren. Viele Schwärme haben bereits neue Brutstätten gefunden. Da wir jetzt in die neue Pflanzsaison gehen, wird die Situation der Kleinbauern noch schwieriger werden“, berichtet Philippe Carette, Länderbüroleiter der Johanniter in Kenia.

Hilfe der Johanniter geht weiter

Die Johanniter unterstützen gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation RACIDA Familien im Nordosten des Landes. 1510 Haushalte bekommen Gutscheine, mit denen die Menschen in lokalen Geschäften oder Märkten Nahrungsmittel kaufen können. Zusätzliche Beratung unterstützt die Menschen beim Schutz ihrer Felder und vor der Bildung neuer Schwärme. Wie die Situation derzeit aussieht, erzählen Menschen aus dem Nordosten Kenias in unseren Bilderstories.

Die Johanniter und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die von der Heuschreckenplage betroffenen Menschen auf. Bitte unterstützen Sie uns!

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Hinweis an die Redaktionen: Deutschsprachige Mitarbeiter in Berlin und Kenia stehen Ihnen für Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an: Sandra Lorenz 030 / 26998 356 oder sandra.lorenz@johanniter.de

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Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI