Nothilfe und Katastrophenvorsorge

Wir sichern das Überleben vor und nach Katastrophen

Auf den Philippinen z.B. signalisieren Schilder wie diese den Menschen sichere Zufluchtsorte und Treffpunkte im Katastrophenfall.

Durch Konflikte und Kriege, Katastrophen, Pandemien und die Folgen des Klimawandels ist der weltweite Bedarf an humanitärer Hilfe sowie einer vorausschauenden Katastrophenvorsorge in den letzten Jahren angestiegen. 339 Millionen Menschen werden laut Angaben der Vereinten Nationen im Jahr 2023 für ihr Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen sein. Die Prävention von Katastrophen, sowie die Überlebenssicherung nach einer sind Kernaufgaben der Johanniter-Auslandshilfe.

Katastrophenvorsorge: Leid verhindern, bevor es geschieht

Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern setzen wir uns deshalb für vorausschauende Präventionsarbeit ein, um die Menschen gegen zukünftige Katastrophen besser zu schützen. Die Anfälligkeit der Menschen bestimmt den Grad der Betroffenheit: Haben Personen, Familien oder ganze Gemeinden keine starken Strukturen oder präventive Maßnahmen ergriffen, können sie äußeren negativen Einflüssen nur wenig entgegensetzen. Die Rehabilitation der Natur, die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und die maßgebliche Einbindung betroffener Gemeinden mit ihrem lokalen Wissen sind entscheidend, um die Widerstandskraft zu stärken. Wie vielfältig dies geschehen kann, zeigen unsere verschiedenen Projekte, so zum Beispiel in Indonesien und auf den Philippinen, aber auch in Kenia.

Nothilfe: Überleben sichern nach Katastrophen

Mit der Verteilung von Hilfsgütern oder finanziellen Mitteln verbessern wir die Grundversorgung der Menschen in Not. Dabei orientieren wir uns am konkreten Bedarf und international gültigen Vorgaben wie den Sphere-Standards, um die Qualität und Effizienz unserer Hilfe sicherzustellen. Wo es möglich ist, suchen wir die frühe Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisation. Für uns ist die humanitäre Nothilfe meist der Startschuss für ein nachhaltiges und längerfristiges Engagement. Neben dem Wiederaufbau wollen wir die Widerstandskraft betroffener Familien und Gemeinden erhöhen, um zukünftige Krisen besser zu überwinden. Besonders für Geflüchtete und intern Vertriebene wollen wir die soziale und wirtschaftliche Integration durch den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Ausbildung und Arbeit stärken.

Unser Soforthilfeteam

Das EMT Team
Die ehrenamtlichen Soforthelferinnen und Soforthelfer der Johanniter sind seit 2017 als Emergency Medical Team der WHO klassifiert.

Das Recht auf Hilfe, Sicherheit und ein Leben in Würde gilt jederzeit und besonders für Menschen in Notlagen. Unser Soforthilfeteam aus ehrenamtlichen Helfenden übernimmt nach Katastrophen die ambulante medizinische Versorgung betroffener Menschen und unterstützt vorbeugend den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Unser Soforthilfeteam ist 2017 von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Emergency Medical Type 1 Mobile“ klassifiziert worden. Jede Maßnahme und jeder Einsatz werden eng mit Akteuren im humanitären System abgestimmt.