Eine Mutter erklärt einer anderen Mutter mit Säugling Vorteile des Stillens auf einem Acker.
Im Südsudan

liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten in den Bereichen Gesundheit, Ernährungssicherheit, Existenzsicherung, Schutz und WASH

Die Auslandshilfe im Südsudan

Darum sind wir vor Ort

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt und sehr fragil. Lange wütete ein brutaler Bürgerkrieg in dem Land und auch weiterhin flammen politische und soziale Konflikte immer wieder auf. 2025 wurden durch eine Eskalation der Gewalt mehr als 300.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und mindestens 2.000 getötet. 

Die Preise für Lebensmittel sind hoch, so dass sich die Menschen ihre Mahlzeiten kaum mehr leisten können. Laut dem jüngsten Bericht der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) werden voraussichtlich rund 7 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes – zwischen April und Juli 2026 unter Hunger leiden. Hinzu kommt, dass sich im Südsudan die Auswirkungen des Klimawandels besonders stark zeigen: Die Regenzeiten kommen nicht mehr zuverlässig. Wenn es dann doch regnet, führt dieser oft zu Überschwemmungen. In der Trockenzeit sind die Böden karg und bringen nur wenig Erträge. Alles ist trocken und staubig. Oftmals müssen die Menschen weit laufen, um an sauberes Wasser zu gelangen. Kinder leiden an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall, Malaria oder Lungenentzündungen. Die Mütter- und Kindersterblichkeit im Land ist extrem hoch.

Durch den Krieg im Nachbarland Sudan, der 2023 begann, hat sich die Lage dramatisch verschärft. Bereits über 865.000 Menschen aus dem Sudan sind in den Südsudan geflohen. Für sie gibt es kaum Nahrungsmittel, sauberes Wasser und medizinische Versorgung.

13
Jahre im Land aktiv
Seit 2012 unterstützen wir Menschen im Südsudan.
90
Helferinnen und Helfer
der Johanniter arbeiten vor Ort.
451.167
Menschen
unterstützten wir im Jahr 2024.
351
Ehrenamtliche
sind in unsere Projekte involviert.

Das leisten wir

Die Johanniter-Auslandshilfe ist seit 2012 im Südsudan aktiv. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt auf den Bereichen Gesundheit, Ernährungssicherheit, Existenzsicherung, Ernährung, Schutz und WASH (Wasser, Hygiene und Sanitärversorgung). Wir sind in zwei Bundesstaaten des Südsudan tätig: Wau im Bundesstaat Western Bahr el Ghazal im westlichen Teil des Landes und Torit im Bundesstaat Eastern Equatoria im Süden, nahe der Grenze zu Uganda. Wir führen verschiedene Projekte mit integrierten Ansatz durch.

Wir unterstützen die Menschen mit Gesundheitsprojekten. In Wau bauen wir Entbindungsstationen in primären Gesundheitseinrichtungen und bilden Dorfgesundheitshelfer*innen für die Gesundheitsversorgung von Kindern unter fünf Jahren aus. In unseren Ernährungsprojekten wird der Ernährungszustand von Kleinkindern überwacht, um im Fall von Unterernährung zusätzliche Nahrungsmittel bereitzustellen. In Torit erreichen wir die Menschen in abgelegenen Dörfern mit mobilen Kliniken. In den Dörfern und Gemeinden führen wir Sensibilisierungskampagnen zu Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt (GBV), frühe Eheschließungen und den Schutz vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung durch.

Ein weiterer Schwerpunkt sind WASH-Projekte. Wir bohren und sanieren Brunnen, um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sicherzustellen. Wir bauen Latrinen an Schulen, Kliniken und Marktplätzen. Im Bereich einkommenschaffende Maßnahmen und Ernährungssicherung schulen wir Bauerngruppen in klimagerechten Anbaumethoden. Frauengruppen lernen Brotbacken, Nähen, Stricken oder den Bau brennstoffsparender Öfen, sodass sie ein eigenes Einkommen erwirtschaften können.

Mehr zu unserer Hilfe für Geflüchtete im Südsudan

Hunderttausende Menschen aus dem Sudan sind in den Südsudan geflohen. Dort benötigen sie Unterstützung.

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