„Duschgel und Zahnpasta sind unerschwingliche Luxusprodukte“

Allgäu, 20. Dezember 2019

Das Team aus dem Jahr 2018 (Bulgarien)
Foto: Antje Piekenbrock

Antje Piekenbrock ist hauptamtliche Mitarbeiterin bei den Johannitern im Allgäu. Aus persönlichem Interesse fuhr sie 2018 erstmals beim Johanniter-Weihnachtstrucker mit und sammelte in Bulgarien bewegende und erschütternde Eindrücke. In diesem Jahr ist sie wieder mit dabei. Dieses Mal geht die Reise nach Albanien, eines der ärmsten Länder Europas.

Antje Piekenbrock ist hauptberufliche Mitarbeiterin im Bereich Marketing. Als solche kümmert sie sich schwerpunktmäßig um das Johanniter-Komfortwohnen in Bad Wörishofen. Als Ende 2018 im Verband jemand gesucht wurde, der ehrenamtlich beim Weihnachtstrucker mitfahren würde, um die sozialen Netzwerke mit Bildern und Berichten über die Verteilaktion in Bulgarien zu bestücken und zudem bei der Verteilung der Päckchen mitzuhelfen, war sie sofort zur Stelle.

„Schon lange bevor ich bei den Johannitern angefangen habe, war ich vom Weihnachtstrucker begeistert. Ich steuere seit vielen Jahren selbst Päckchen bei“, berichtet Antje Piekenbrock. „Die Möglichkeit zu sehen, was mit den Päckchen passiert, hat mich genauso gereizt wie die riesige Logistik, die hinter so einem Großprojekt steht.“ Von ihrer Reise nach Bulgarien, für die sie bereitwillig einen Teil ihres Weihnachtsurlaubes opferte, brachte sie bleibende Eindrücke mit. „Besonders beeindruckt und auch erschreckt war ich von der Armut der Menschen, die wir aufgesucht haben. Sie leben in einfachsten Verhältnissen, oft teilen sich große Familien einen einzigen beheizbaren Raum, überall blättert der Putz ab. Hauptsächliche Lebensgrundlage sind die Produkte aus eigenem Anbau.“ Die Dinge, die sich in den gespendeten Päckchen befinden, wie Nudeln, Zahnpasta oder Duschgel seien für viele Luxusprodukte, die sie niemals selbst kaufen könnten. „Die Menschen konnten kaum glauben, dass tatsächlich ein LKW mit Päckchen für sie kommt. Die Dankbarkeit und Freude darüber, nicht vergessen zu sein, waren überwältigend“, sagt sie. Daneben habe sie der Zusammenhalt im Team und die Begeisterung und Hingabe der Ehrenamtlichen tief beeindruckt. „Sehr viele von ihnen nehmen jedes Jahr aufs Neue gerne die Mühen und Anstrengungen auf sich, um den Menschen in den Zielländern zu Weihnachten eine Freude zu bereiten.“

In diesem Jahr fährt Antje Piekenbrock erstmals mit nach Albanien. Gemeinsam mit ihrem Verbandskollegen Fabian Dietrich stellt sie für jenen Konvoi das Medienteam. „Ich freue mich sehr, ein neues Gebiet kennen zu lernen, um damit meine Erfahrungen noch einmal zu erweitern“, sagt sie.

Ihre Erfahrungen aus dem Vorjahr teilt Antje Piekenbrock auch mit anderen. Jüngst besuchte sie zwei Schulen im Allgäu, um den Kindern und Jugendlichen davon zu berichten. „Einige von ihnen meinten, sie hätten vorher nie so richtig glauben können, dass in den Ländern wirklich so arme Menschen leben. Sie können sich nun viel besser vorstellen, was mit ihren Paketen passiert und dass der Weihnachtstrucker eine wirklich tolle Sache ist, bei der Menschen ganz direkt geholfen wird.“

Weitere Informationen rund um den Johanniter-Weihnachtstrucker erhalten Sie im Internet unter https://www.johanniter-weihnachtstrucker.de/ oder unter der Telefonnummer 0831 – 52157-0