Vortragsreihe wird fortgesetzt
Der Förderverein informiert im Krankenhaus über ambulante Hospizarbeit und Pflegegrade
Gut vorbereitet zu sein auf Situationen, die im Leben plötzlich eine große Bedeutung bekommen können – darum geht es auch in diesem Jahr bei der Vortragsreihe des Fördervereins des Johanniter-Krankenhauses Gronau. Nach der positiven Resonanz im vergangenen Jahr setzt der Verein gemeinsam mit dem Krankenhaus sein Informationsangebot fort. Unter dem Motto „Gut vorgesorgt – für Dinge, die im Leben wichtig sind“ stehen zunächst zwei Vorträge auf dem Programm.
Den Auftakt machte am 24. September Silke Rotermundt, Koordinatorin der Hospizgruppe Leinebergland mit ihrem Vortrag „Weil niemand den letzten Weg allein gehen sollte“.
Dabei stellte sie die Angebote, Aufgaben und Möglichkeiten der ambulanten Hospizarbeit vor. Für viele Menschen ist der Gedanke an das eigene Lebensende oder das Sterben eines nahestehenden Menschen zunächst weit entfernt. Wenn eine schwere Erkrankung eintritt entstehen jedoch häufig innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Fragen. Genau hier setzt die ambulante Hospizarbeit an. Sie begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen ebenso wie deren Angehörige und bietet Beratung, Unterstützung und Entlastung.
Die Hospizgruppe Leinebergland arbeitet dabei mit Ärzten, Pflegediensten und Sozialstationen, Einrichtungen der Altenpflege, Krankenhäusern und Palliativstationen sowie weiteren Angeboten der Hospiz-und Palliativversorgung zusammen. Ein wichtiger Teil der Arbeit wird von geschulten Ehrenamtlichen getragen. Sie besuchen Betroffene im häuslichen Umfeld ebenso wie in stationären Einrichtungen, schenken Zeit, hören zu und stehen auch Angehörigen zur Seite.
Zur Arbeit der Hospizgruppe gehören darüber hinaus Informationen rund um Abschied, Sterben, Tod und Trauer sowie Angebote für Trauernde. Ein wichtiges Anliegen ist es, diese Themen aus der Tabuzone zu holen und Menschen zu ermutigen, sich damit auseinanderzusetzen.
Dass dafür Informationsbedarf besteht, zeigte bereits die Vortragsreihe des vergangenen Jahres. Die Veranstaltungen stießen auf großes Interesse. Für den Förderverein ist dies ein Ansporn, erneut Themen aufzugreifen, die viele Menschen betreffen, über die im Alltag aber häufig erst gesprochen wird, wenn eine konkrete Situation eintritt.
Der zweite Vortrag folgt am Donnerstag, 29. Oktober, ebenfalls von 17 bis 18.30 Uhr im Konferenzraum. Unter der Überschrift „Pflegegrad einfach erklärt – Ansprüche erkennen und Unterstützung erhalten“ informiert Susanne Kühle, Pflegedirektorin des Johanniter-Krankenhauses, über ein Thema, das für Betroffene und Angehörige schnell eine große Bedeutung bekommen kann. Dabei soll verständlich erläutert werden, was ein Pflegegrad bedeutet, welche Ansprüche damit verbunden sind und welche Hilfen Betroffenen und ihren Familien zur Verfügung stehen. Gerade wenn Pflegebedürftigkeit unerwartet eintritt, ist es hilfreich zu wissen, welche Möglichkeiten bestehen und an wen man sich wenden kann.