Coxarthrose

Hüftgelenksverschleiß - Coxarthrose

Die Indikation zum künstlichen Hüftgelenk wird in unserer Sprechstunde gestellt, wenn radiologisch ein Arthrosegrad Grad 3-4 nach Kellgren-Lawrence vorliegt. Bei Grad 4 ist der Gelenkspalt komplett aufgebraucht –jedweder Knorpel fehlt, es reibt Knochen auf Knochen. Zusätzlich sollte eine konservative (nicht operative) Therapie (siehe auch Leitline AMWF Coxarthrose) über mindestens 3 Monate vorausgegangen sein. Ein hoher subjektiver Leidensdruck aufgrund der hüftbezogenen Beschwerden versteht sich natürlich von selbst.

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland ca. 240.000 Hüftendoprothesen implantiert. Damit gehört die Hüftendoprothetik zu den häufigsten stationären Eingriffen, auch bei uns in Gronau. Hierbei unterscheiden wir sowohl zementierte, unzementierte und hybride (teilweise zementierte) Endoprothesen als auch Kurz-, Standard- und Langschaft-Prothesen. Welches Implantat gewählt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die in unserer Sprechstunde genau mit Ihnen erörtert werden.

97,5% der Patientinnen und Patienten berichten über eine Verbesserung hinsichtlich der Schmerzen und der Funktion nach dem Eingriff. Die Standzeit beträgt in der Literatur durchschnittlich 15 Jahre, d. h. bei ca. 90% der Patienten muss nach 15 Jahren das künstliche Gelenk gewechselt werden.

Selbstverständlich verwenden wir im EPZ Gronau moderne Implantate und minimalinvasive Techniken. Am Tag nach der Operation werden sie bereits durch unsere Physiotherapeuten auf die Beine gestellt. Ihr Aufenthalt im Krankenhaus beträgt 5-7 Tage, es schließt sich dann eine Rehabilitation ambulant oder stationär an.

Routinekontrollen erfolgen 3 und 12 Monate nach dem Eingriff.

Haben Sie weitere Fragen? Sie können diese gern über unser Kontaktformular stellen oder direkt in unserer Sprechstunde.

Ihr Dr. Gruß