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23.02.2026 | Johanniter-Krankenhaus Stendal

Klinikseitige Unterstützung zur Weiterentwicklung der Luftrettung

Für eine verbesserte Versorgung im ländlichen Raum

Foto: Landung eines Hubschraubers auf dem Dach des Johanniter-Krankenhauses Stendal. Foto: Claudia Klupsch

Stendal / Magdeburg - Im Norden Sachsen-Anhalts wird die aktuelle Diskussion zur Weiterentwicklung der Luftrettung klinikseitig sehr begrüßt und eine ausgewogene Nord-Mitte-Süd-Verteilung der Rettungshubschrauber im Land ausdrücklich unterstützt. Aus medizinischer und versorgungstechnischer Sicht ist es wichtig, dass auch ländliche Regionen zuverlässig innerhalb der relevanten Zeitfenster erreicht werden können.

Bei Schlaganfällen, Herzinfarkten und schweren Verletzungen entscheidet der schnelle Zugang zu spezialisierten Versorgungsangeboten maßgeblich über den Behandlungserfolg. Während Ballungsräume gut versorgt sind, bestehen in Teilen des Nordens Sachsen-Anhalt weiterhin längere Transportzeiten. Eine an medizinischen Bedarfen orientierte Standortstruktur - insbesondere im Sinne einer Nord-Mitte-Süd-Verteilung - wird daher als sinnvoll und zielführend bewertet.

Mit Sicht auf die regionalen Rahmenbedingungen steht dabei vor allem der unmittelbare Nutzen für die Patientinnen und Patienten im Vordergrund. Jens Domke, Krankenhausdirektor des Johanniter-Krankenhauses Stendal, erklärt: “Für unsere Patientinnen und Patienten zählt vor allem, dass sie in kritischen Situationen schnell die richtige Behandlung erreichen. Eine optimierte Verteilung der Rettungshubschrauber kann dazu beitragen, die Versorgungsqualität im ländlichen Raum weiter zu verbessern.”

Auch Jürgen Richter, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH, unterstreicht die Bedeutung einer flächengerechten Planung: "Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt ist es wichtig, die besonderen Anforderungen des ländlichen Raums mitzudenken. Eine angepasste Luftrettungsstruktur hilft, Versorgungslücken zu schließen und Behandlungszeiten zu verkürzen."

 "Die Universitätsmedizin Magdeburg steht für hausübergreifende und abgestimmte Versorgungspfade. Eine leistungsfähige Luftrettung ist dafür ein zentraler Bestandteil von modernen Versorgungsstrukturen. Wenn wir gemeinsam medizinische Qualität landesweit sichern wollen, müssen die Standorte adäquat beplant sein, auch außerhalb der Ballungsräume", betont Marco Bohn, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg.

Klinikseitig bringen sich die Verantwortlichen sehr gern fachlich in die weiteren Gespräche ein und unterstützen eine gemeinsame Weiterentwicklung der Notfallstrukturen im Norden Sachsen-Anhalts.