Fachlich und menschlich kompetent

Eine gute Ausbildung ist die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit in allen Pflegeberufen - wenn auch nicht die Einzige. Die Johanniter-Schwesternschaft legt großen Wert darauf, dass ihre Mitglieder fachlich und menschlich kompetent sind. Sie beteiligt sich auf vielfältige Weise an Maßnahmen, die darauf gerichtet sind den hohen Ausbildungsstand von Pflegenden weiter zu verbessern. Diese Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf die Mitglieder der Schwesternschaft. Durch Mitarbeit in Fachgremien und an Publikationen sowie Referententätigkeit machen wir unsere Kenntnisse und Erfahrungen auch auf allgemeiner Ebene zugänglich.

Die Johanniter-Schwesternschaft unterhält in Deutschland eine Pflegeschule am Johanniterkrankenhaus in Bonn mit 175 Ausbildungsplätzen. In dieser Schule vermitteln wir eine fundierte Ausbildung, die sich am christlichen Menschenbild ebenso orientiert wie an den aktuellen Herausforderungen. Fachliche, soziale und persönliche Kompetenz sind die obersten Bildungsziele. Die Ausbildungsstätte vermittelt einen staatlich anerkannten Abschluss nach den jeweils geltenden Ausbildungsordnungen. Nach Maßgabe der vorhandenen Plätze können dort auch Schülerinnen Aufnahme finden, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, wenn sie die Werteorientierung der Schulen teilen. Mitglied der Schwesternschaft kann man erst nach Abschluss der Ausbildung werden. Selbstverständlich gibt es dabei keinen Automatismus, und selbstverständlich können auch Absolventinnen anderer Schulen eintreten. 

 

Fit durch den Winter

In einem Jahr wie 2020 sind Begriffe wie Prävention allgegenwärtig. Es geht darum Infektionen und Erkrankungen vorzubeugen. Doch auch die gesunden Anteile in jedem einzelnen Menschen sollten nicht außer Acht gelassen werden. Jeder Mensch kann individuell für sich gesundheitsfördernde Maßnahmen ergreifen um widerstandsfähiger gegen negative Einflüsse, wie Erreger aber auch psychische Faktoren zu sein. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht zwischenmenschlichen Kontakt. Ist dieser ausreichend gegeben, wenn man telefoniert oder über diverse Videokonferenzsysteme miteinander in Kontakt tritt? Diese Frage muss sich jeder selber stellen. Die Bedürfnisse der Menschen sind individuell und so wurde auch der Unterricht zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention in unserem Frühjahrskurs 2020 versucht sehr individuell zu halten und mit den Auszubildenden auf die Suche zu gehen, was sie selber für ihre Gesundheit tun können. Was sind Präventionsmaßnahmen, die andere für uns ergreifen wie zum Beispiel Gesetze, die die Gesundheit der Menschen schützen sollen und was sind Maßnahmen, die uns helfen Energie zu tanken und stark durch das Leben zu gehen. Ein offenes Ohr für unsere Mitmenschen zu haben und auf deren Bedürfnisse eingehen, genau wie die zukünftigen Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen es in ihrem Beruf einmal machen müssen. Das ist eines der Ziele dieser Unterrichtssequenz. Um dieses Ziel zu erreichen wurde viel über unseren Alltag, Stressfaktoren und Ausgleich derer gesprochen. Bei einer großen Mehrheit der Schüler*innen stach ein Punkt hervor. Bewegung und frische Luft, sowie Stille und Natur sind Faktoren, die beruhigen und ihnen besonders viel Kraft geben. Somit wurde am letzten Schultag vor Weihnachten der Unterricht bei 3°C und dicker Winterjacke um 08:30 Uhr nach draußen verlagert. Es gab eine kleine Wissesnralley am frühen Morgen durch die Bonner Rheinaue. Noch ein bisschen müde ließen sich die Auszubildenden auf die „Miniexkursion“ ein. An im Voraus ausgekundschafteten Punkten zur Entspannung, Erholung, aber auch Spiel und Spaß warteten kleine vorbereitete Rätsel auf die Azubis, die ihnen das nächste Ziel der Ralley verrieten. Am Ziel selber wartete dann ein Korb mit Obst um nun auch die Vitaminspeicher des Körpers wieder aufzufüllen. Die Haare vom Wind durchgeweht kamen alle munter und wach zurück in die Schule.

Text + Bild: Tobias Siebigteroth