Wettkampfkategorien

In sechs Leistungskategorien zeigen die Teilnehmenden ihr Können

Von den kleinsten Ersthelfern von morgen bis hin zu den Profi-Rettungskräften: In Rostock werden unsere Teams im spielerischen Wettstreit ihr Können in Erster Hilfe zeigen. Die Teams starten in folgenden Alters- bzw. Leistungsklassen:

Kategorie S: Unsere Profis aus dem Rettungsdienst

Beim Praxistest beweisen die Teams ihre Einsatzfähigkeit.

Dies ist die "Königsklasse" der Rettung: Hier treten zum Beispiel Notfallsanitäterinnen und -sanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäterinnen, examinierte Kräfte der Gesundheits- und Krankenpflege, Fachdozenten, Lehrbeauftragte oder Studierende der Medizin im klinischen Studienabschnitt an -  im Prinzip alle Helfenden ab dem 16. Lebensjahr, die nicht in den Kategorien A oder B starten dürfen. Im Team von sechs bis acht Wettkämpfenden lösen sie gemeinsam den theoretischen Test, die Herz-Lungen-Wiederbelebung an der Puppe, den Basis-Praxis-Test in drei Zweier-Teams, den Tragetest im Parcours und den großen Praxis-Test im Vierer-Team. Besonders für den Praxis-Test denken sich die Aufgabensteller ein komplexes und realistisches Unfallszenario aus, um die Teams herauszufordern.

Kategorie A: Unsere Sanitätshelferinnen und -helfer über 16 Jahre

Nur nichts verschütten: Beim Trageparcours kommt es auf Koordination und Zeit an.

In dieser Kategorie treten unsere ehrenamtlichen Sanitätshelferinnen und -helfer und Schulsanis über 16 Jahren an. Ausbildungsgrundlage für die Teilnahme ist der Kurs San B2. Die sechs- bis achtköpfigen Gruppen stellen sich, ebenso wie ihre Kameradinnen und Kameraden in den S-Teams, allen Herausforderungen: dem schriftlichen Test, der Herz-Lungen-Wiederbelebung, einem Basis-Praxis-Test in drei Zweier-Teams, dem Tragetest, bei dem eine Schale mit Wasser auf einer Trage über einen anspruchsvollen Parcours transportiert werden muss, und dem großen Praxis-Test. Die Szenarien für die A-Kategorie sind an ihr Ausbildungsniveau entsprechend angepasst, aber nicht minder spannend für alle Gäste.

Kategorie B: Ersthelferinnen und Ersthelfer ab zwölf

Auch die jungen Retterinnen und Retter kennen die lebensrettenden Handgriffe genau.

In der Gruppe B zeigen Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren ihr Können, zum Beispiel Schulsanis oder Mitglieder von Johanniter-Jugend-Gruppen. Die fachliche Grundlage für diese Kategorie ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. Die Teams bestehen aus sechs bis acht jungen Menschen. Auch sie beweisen ihr Wissen im Theorie-Test und wenden es an im Basis-Praxis-Test in drei Zweier-Teams, dem spielerischen Tragetest und dem großen Praxis-Test im Vierer-Team. Den jungen Rettern werden altersgemäße Erste-Hilfe-Aufgaben aus ihrem Kontext, zum Beispiel Unfälle auf dem Schulhof, gestellt. Hier sieht man die Nachwuchskräfte für den Rettungsdienst der Zukunft im Einsatz!

Kategorie C: Unsere Kleinsten sind die Größten

Wie die Großen: Die Ersthelfer von morgen wissen, was im Notfall zu tun ist.

Fürs Retten ist man nie zu jung. Das beweisen eindrucksvoll die kleinsten Ersthelfer in der Kategorie C der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Sie haben den Kurs "Ersthelfer von morgen" absolviert und treten in Teams von sechs bis acht Teilnehmenden an. Sie glänzen mit theoretischen Wissen ebenso wie mit praktischen Handgriffen und balancieren die Trage bravourös durch den Parcours. Im großen Praxistest zeigen sie an kindgerechten Fällen, dass zur Ersten Hilfe immer auch das Trösten gehört - und dass sie den Großen in nichts nachstehen. Statt der Herz-Lungen-Wiederbelebung steht für die jüngsten Retter ein Kreativ-Test an: Hier geht es um echten Teamgeist und Johanniter-Gemeinschaft.

Kategorie E: Erzieherinnen und Erzieher

Auch in den Kindertagesstätten müssen Mitarbeitende alle Erste-Hilfe-Maßnahmen sicher beherrschen.

In ihrem Alltag sind auch unsere Erzieherinnen und Erzieher aus den Kinderbetreuungseinrichtungen oft mit kleinen und großen Notfällen konfrontiert. In der Kategorie E stellen sich die Mitarbeitenden aus den Kitas und anderen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen dem Erste-Hilfe-Wettkampf und messen sich mit den Teams anderer Einrichtungen. Vier bis sechs Teilnehmende sind es pro Mannschaft, Grundlage für die Teilnahme ist der Kurs "Erste Hilfe am Kind". Die Teammitglieder lösen den schriftlichen Test und zeigen im großen Praxis-Test im Vierer-Team, wie sie im Notfall eingreifen würden. Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung müssen sie beweisen, dass sie die Einhelfermethode mit Drücken und Beatmen ohne technische Hilfsmittel, wie Automatische Externe Defibrillation, beherrschen.

Kategorie H: Unsere Teams aus den Rettungshundestaffeln

Hund und Mensch müssen im Notfall ein perfekt eingespieltes Team sein.

Normalerweise sind sie im Einsatz, wenn Menschen vermisst werden: Beim Erste-Hilfe-Wettkampf zeigen die zwei- und vierbeinigen Mitglieder unserer Rettungshundestaffeln in der Kategorie H das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Hund unter Wettkampfbedingungen. Den Theorie-Test müssen die Rettungshundeführer allerdings ohne Unterstützung der Spürnasen lösen und auch den Tragetest über den Hindernisparcours bewältigen die Zweibeiner ohne tierische Begleitung. Ihren großen Auftritt haben die Rettungshunde gemeinsam mit ihren Hundeführererinnen und -führern bei den Anzeige-, Gewandtheits- und Orientierungsübungen. Zum Beispiel müssen die Rettungshunde auf das Kommando ihrer Hundeführer über eine Wippe balancieren oder durch einen Stofftunnel laufen. Am Fallbeispiel "Erste Hilfe am Hund" nehmen jeweils zwei der insgesamt vier Teammitglieder mit je einem Hund teil.