Kinder
Nachwuchs im Blick
Von der Eröffnung der ersten „Johanniter-Krabbelstube“ in Regensburg im Jahr 1988 bis zur 200. Kindereinrichtung im Landesverband Bayern 2025 war es ein langer Weg. Geblieben ist ein breitgefächertes Angebot für alle Kinder von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hortbereich. Neu ist ökologisches Engagement.
Nicht nur in Ostbayern, sondern im gesamten Bundesgebiet war die Krabbelstube in der Regensburger Greflingerstraße im Jahr 1988 eine Premiere für die Johanniter. Sogar die Satzung der Johanniter-Unfall-Hilfe musste dafür geändert werden. Eine kluge Entscheidung, die durch eine konsequente Erweiterung des Angebots seither bunte Früchte trägt! 37 Jahre später sind die Johanniter mit den ehemals zarten Anfängen in der Betreuung von Kindern der bundesweit größte freigemeinnützige Träger von Kindertagesstätten.
Mehr als 600 Einrichtungen in Deutschland – davon seit Mitte Juli 2025 stolze 200 in Bayern – feierten 80 Gäste mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Senden und der Johanniter bei der Eröffnung des Jubiläumshauses, den „Königskindern“, im Stadtteil Wullenstetten. Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen bieten die Johanniter dort seither 100 Plätze im Kindergarten und ein Dutzend in der Krippe. Als Symbol für die zukunftsträchtige Entwicklung wurde auf dem Gelände gemeinsam ein Baum gesegnet und gepflanzt – ganz nach dem Motto: „Wer einen Baum pflanzt, der glaubt an morgen.“
Nur wenige Tage nach der Eröffnung der 200. Johanniter-Kita in Bayern startete unweit davon bereits das nächste Bauprojekt: das Johanniter-Kinderhaus „Löwenkinder“ in Illertissen. Als Teil einer Reihe von vier Neubauprojekten im Landkreis Neu-Ulm belegt es, wie die Johanniter in die Zukunft investieren. Selbstverständliche Basis davon ist immer: Verlässlichkeit und pädagogische Qualität sowie eine transparente, wertschätzende Kommunikation mit den Familien.
Für die Umwelt sensibilisiert
Für die Kindertageseinrichtungen im Freistaat ist das „ÖkoKids“-Zertifikat eine begehrte Auszeichnung. 245 von ihnen konnten sich Ende 2025 dieses Siegel sichern. Allein aus der Stadt und dem Landkreis Regensburg waren bei der Übergabe im vergangenen Dezember auch sechs Einrichtungen der Johanniter dabei. Mit ihren vielfältigen Projekten bewiesen sie eindrücklich, wie Nachhaltigkeit im Kita-Alltag gelebt werden kann. Im Johanniter-Kinderhaus Hemau-Hohenschambach etwa experimentierten die Kinder mit Methoden zur Wasserreinigung. Im Kinderhaus „Hochhinaus“ stand hingegen die Kartoffel im Mittelpunkt: Die Kinder lernten, wie man Kartoffeln anpflanzt und weiterverarbeitet. Und im Kinderhaus „Storchennest“ und Kinderhort „Schlaufüchse“ beschäftigte sich der Nachwuchs intensiv mit dem Thema Müll und Abfallvermeidung.
Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) verleiht die „ÖkoKids“-Auszeichnung bereits seit 15 Jahren. Mit Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz werden Kinder auf diese Weise schon früh für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sensibilisiert.