Tiergestützte Therapie

Zwei Alpakas in einer Gruppe von Senioren
Alpakas in einer Gruppe von Senioren

Alpakas im Fahrstuhl sieht man nicht alle Tage. In unserem Johanniter-Haus Lübeck ist das jedoch nichts Ungewöhnliches. Denn seit Sommer 2015 stolzieren alle 14 Tage fünf Alpakas vom nahe gelegenen Mönkhagener Pferdehof Kornrade durch die Altenpflegeeinrichtung. Der tierische Besuch beschert den Bewohnern nicht nur eine unvergessliche Abwechslung vom Heimalltag. Er wirkt sich auch positiv auf ihre Gesundheit aus – in vielerlei Hinsicht. Diese Besonderheit nutzt ebenfalls unser Johanniter-Stift Dohna, das bereits seit einigen Jahren vier Alpakas im hauseigenen Alpakagehege beherbergt. Die Bewohnerinnen und Bewohner streicheln und füttern die Tiere, vertrauen sich ihnen an. Eine tiergestützte Therapie ist somit jederzeit möglich.

Warum Alpakas?

Alpakas sind eine aus den südamerikanischen Anden stammende Kamelart. Die domestizierten Herdentiere züchtet man dort vor allem wegen ihrer weichen Wolle, aus der sich Produkte wie Ponchos, Strümpfe oder Handschuhe fertigen lassen. Hierzulande werden die sanftmütigen Vierbeiner zunehmend als Therapietiere eingesetzt, da man erkannte, dass sich verhaltensauffällige Menschen in Anwesenheit von Alpakas ruhiger benehmen. Außerdem begannen psychiatrisch Erkrankte, die sich sonst kaum mitteilten, mehr zu sprechen. Auch wir konnten bereits beim ersten Besuch der stolzen Tiere positive Einflüsse auf unsere Bewohner feststellen: Seitdem ist die tiergestützte Therapie ein fester Bestandteil unseres Betreuungsangebots.

Das bewirkt die Alpaka-Therapie

Ein Alpaka wird von Bewohnerin gefüttert
Bewohnerin füttert Alpaka

Kommunikationswirkung

Schon das Wissen darum, dass die Alpakas wieder in der Einrichtung vorbeischauen werden, versetzt alle im Haus in freudige Aufregung.

Aktivierung des Körpers

Es darf gefüttert werden: Hierfür heben die Bewohner die Arme, strecken die Hände aus, recken sich etwas, um an die großgewachsenen Tiere heranzukommen. Ganz nebenbei finden so Bewegungsübungen statt: Die Muskeln erleben Aktivierung, der Körper ist in Bewegung.

Balsam für die Seele

Dank ihres friedlichen, ruhigen Charakters lassen sich die Alpakas von den Senioren ins herrlich weiche Fell greifen. Der Kontakt zu den exotischen Tieren, die viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen haben, hat eine entspannende und ungemein ausgleichende Wirkung. Sorgen um die eigene Gesundheit sind für einige Momente vergessen. Der Blick in dunkle Knopfaugen zaubert allen ein Lächeln aufs Gesicht und ist Balsam für die Seele.

Niemand wird ausgeschlossen

Alpakas sind richtig neugierig: Das ermöglicht uns, die Tiere in unsere Einrichtung hinein und über den Fahrstuhl sogar in die oberen Etagen zu führen. So können sie all jene direkt an ihren Betten besuchen, die nicht mehr mobil sind. Gerade für diese Menschen sind die Tiere eine faszinierende Bereicherung.

Was Ihre Spende bewirkt

Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, unser tierisches Betreuungsangebot auch in Zukunft fortführen zu können. Ihr Beitrag hilft, die beiden Tierpfleger und die Transportkosten für die Tiere zu finanzieren. Außerdem möchten wir das Angebot in weiteren Einrichtungen etablieren, damit möglichst viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner von dieser schönen, inspirierenden und ganz besonderen Therapieform profitieren können.

 

Therapeuten aus den Anden: Unsere Alpaka-Therapie

Die sanftmütigen Vierbeiner werden als Therapietiere eingesetzt, da man erkannte, dass sich verhaltensauffällige Menschen in Anwesenheit von Alpakas ruhiger benehmen.

Therapeuten aus den Anden: Unsere Alpaka-Therapie

Die sanftmütigen Vierbeiner werden als Therapietiere eingesetzt, da man erkannte, dass sich verhaltensauffällige Menschen in Anwesenheit von Alpakas ruhiger benehmen.