550 junge Retter bilden sich fort: K.O. & Kunstblut

Lippe/Düsseldorf , 14. November 2019

Schulsanitäter aus Blomberg und Detmold nahmen am Schulsanitätsdienst-Tag NRW in Düsseldorf teil

Auf dem Schulsanitätsdienst-Tag in Düsseldorf mit dabei (oben v.l.n.r.): Regionaljugendleiterin der Johanniter-Jugend in Lippe-Höxter Sophie Stapf, Lukas, Sören, Jenna, Marie, Kim-Sophie, Leonie, Kim, Leticia; (unten v.l.n.r.) Aaron, Lea, Angelina, Celina, Kathrin

Zwölf Mädchen und Jungen vom Schulsanitätsdienst des Grabbe Gymnasiums in Detmold sowie des Hermann-Vöchting-Gymnasiums in Blomberg bildeten sich am 9. November 2019 zusammen mit rund 550 Johanniter-Schulsanitätern aus ganz Nordrhein-Westfalen fort. In der Dieter-Forte-Gesamtschule in Düsseldorf übten sie in praxisnahen Workshops für den Ernstfall an ihren Schulen: Von der Ohnmacht über akute Atemnot bis zur starken (Kunstblut-)Blutung war an Übungsbeispielen alles dabei.

Beim 15. „Schulsanitätsdienst-Tag NRW“ unter dem Motto „Dat hat wat mittn Herz zu tun“ standen die 23 Workshops im Mittelpunkt, in denen es um die Themen Erste Hilfe an Schulen und Jugendarbeit ging – so zum Beispiel mit vielen Praxisübungen, Wundenschminken, Erster Hilfe für Fortgeschrittene oder Outdoor-Erste-Hilfe. Auch Kurse außerhalb der Notfallversorgung wurden angeboten, darunter Einblicke in den Katastrophenschutz, Wasserrettung oder Deeskalation und Selbstverteidigung.

Die 14-jährige Schulsanitäterin Lea aus Detmold sagte begeistert: „Ich habe viel dazu gelernt und hatte jede Menge Spaß. Es war ein so schöner Tag mit den anderen Schulsanitätern aus der Region, dass ich beschlossen habe, nun auch zum Johanniter-Jungend-Treff zu gehen.“

Viel Lob und gute Stimmung in der Landeshauptstadt!
Hans von Tiesenhausen, ehrenamtlicher Landesvorstand, dankte zum Auftakt den Kindern und Jugendlichen herzlich für ihr Engagement: „Bei 1,6 Millionen Unfällen pro Jahr an deutschen Schulen ist es wichtig, dass schnell Erste Hilfe durch ausgebildete Schulsanitäterinnen und -sanitäter geleistet wird“, so von Tiesenhausen. Landtagsabgeordneter Marco Schmitz (CDU) sagte: „Ihr leistet einen großen Einsatz für eure Mitschüler und Lehrer – weiter so!“

Regionalvorstand Uwe Kramp vom ausrichtenden RV Rhein-Ruhr resümierte: „Das war ein rundum gelungener 15. Schulsanitätsdiensttag! Vielen Dank an alle, die für die reibungslose Organisation gesorgt haben und dafür, dass diese Veranstaltung Spaß gemacht hat und unsere Schulsanitäter viel Wissen mit nach Hause nehmen können.“

Mit Vorfreude verabschiedeten sich die Schulsanitäter voneinander – bis zum nächsten Schulsanitätsdienst-Tag 2020. Der findet übrigens am 7. November in Münster statt.

Hintergrund: Schulsanitätsdienst im Alltag
Im Schulalltag leisten die Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 18 Jahren Erste Hilfe für erkrankte und verletzte Mitschüler. Sie versorgen blutende Wunden und verstauchte Knöchel, messen den Blutdruck und beherrschen die stabile Seitenlage oder die Herzdruckmassage. Die Schulsanitäter übernehmen Verantwortung für Mitschüler und Lehrer und organisieren den Sanitätsdienst selbstständig. Aus- und fortgebildet werden sie von den Ausbildern der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Hintergrundinformationen
Die Johanniter betreiben in NRW über 134 Schulsanitätsdienste an allen Schulformen, davon sechs im Regionalverband Lippe-Höxter. Insgesamt engagieren sich in der Johanniter-Jugend NRW über 3 000 Kinder und Jugendliche ehrenamtlich für ihre Mitmenschen bei (Schul-)Sanitätsdiensten und in Jugendgruppen und – ab der Volljährigkeit – auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung, im Bevölkerungsschutz und in der Notfallrettung.

Weitere Informationen unter www.johanniter.de/nrw und www.jj-nrw.de