Johanniter aus Mittelhessen gehören zu den besten Rettern in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Erfolgreiche Olympiade der Retter in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau.
BU: Die siegreiche Erzieher-Mannschaft (Platz 1) bei der Siegerehrung
BU: Die siegreiche Erzieher-Mannschaft (Platz 1) mit ihrem Mannschaftsbetreuer Moritz Spengler (r) sowie Landesvorstand Peter Kaimer (4.v.l) und Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum (Mitte)
Rund 600 Johanniterinnen und Johanniter aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland versammelten sich am 5. September in Hanau, um ihre besten Retter zu ermitteln.
Der Regionalverband Mittelhessen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) mit Sitz in Buseck war mit insgesamt neun Teams Teil dieses besonderen Events. Der Verband stellte vier S-Mannschaften, die Kategorie der Profiretter, drei A-Mannschaften – bestehend aus FSJ-lern, Sanitätshelfenden und angehenden Rettungssanitätern (m/w/d) – eine H-Mannschaft, die Klasse der Rettungshundestaffeln, und eine E-Mannschaft, die Riege der Erzieherinnen und Erzieher. Nach einem langen Wettkampftag in verschiedenen Disziplinen und feierlicher Siegerehrung im Rahmen einer Abendveranstaltung im Congress Park Hanau, könnten die Mittelhessen nicht stolzer auf ihre Mannschaften sein:
Die vom Regionalverband Mittelhessen gestellte Erzieher-Mannschaft mit Mitarbeitenden aus den Johanniter-Kitas “Ritternest“ in Alten-Buseck und den „Glücksrittern“ in Langgöns sowie eine Profi-Retter-Mannschaft mit Teilnehmenden aus dem Rettungsdienst der Johanniter in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf belegten jeweils den 1. Platz und sicherten sich damit das Ticket zum Bundeswettkampf, dem so genannten „Tag der Johanniter“, der 2027 in Hannover ausgetragen wird.
Auch unsere weiteren Profiretter in den S-Mannschaften haben sich erfolgreich geschlagen:
Neben dem sagenhaften Platz 1 holten die Mittelhessen auch noch die Plätze 2, 4 und 5 in dieser Kategorie. Platz 2 in der Riege der H-Mannschaften (Rettungshundestaffel) ging an unsere verbandszugehörige Rettungshundestaffel Hessen-Mitte.
Besonders stolz sind wir auch auf unsere drei A-Mannschaften, die in Hanau zum ersten Mal Wettkampfluft schnupperten und direkt tolle Platzierungen erreichten: Platz 2, 3 und 4 und damit eine ganz tolle Teamleistung!
„Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Mannschaftsbetreuung zu diesen großartigen Leistungen! Wir sind unglaublich stolz auf euch!“, freut sich Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum über die tollen Platzierungen seines Verbands und den fairen Wettkampf. „Ihr habt in den letzten Wochen einiges an Zeit dafür verwendet, euch auf diesen Wettkampf vorzubereiten, habt intensiv trainiert, euer Wissen in Erster Hilfe und Notfallrettung aufgefrischt und eure Kenntnisse vertieft. Das hat sich nun im Wettkampf ausgezahlt, wird aber vor allem den euch anvertrauten Menschen zugutekommen. Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden und ihren Mannschaftsbetreuerinnen und -betreuern für ihr großartiges Engagement – einfach eine tolle Truppe!“, so der Regionalvorstand.
Über den Wettbewerb:
Über 200 Wettkampfteilnehmende zwischen sieben und 63 Jahren waren es, die sich in unterschiedlichen Kategorien im fairen Wettstreit miteinander gemessen haben. Der Wettkampftag begann am frühen Morgen mit einer gemeinsamen Andacht. Es folgte ein Theorietest, in dem Erste-Hilfe-Wissen, Kenntnisse zur Notfallversorgung und zur Johanniter-Unfall-Hilfe abgefragt wurden. Anschließend konnten die Mannschaften ihre praktischen Fähigkeiten an unterschiedlichen Wettkampfstationen unter Beweis stellen. Verteilt über den Freiheitsplatz, das Forum, den Congress Park und den Schlosspark wurden Verunfallte versorgt, Blutungen gestillt und Verletzungen behandelt. Es wurden Herz-Kreislauf-Vorfälle diagnostiziert und Reanimationen durchgeführt. Alle Patienten wurden dabei von geschulten und täuschend echt geschminkten Verletztendarstellern gemimt. Die Punktevergabe haben Schiedsrichter übernommen, die selbst vom Fach sind: Erste-Hilfe-Ausbilder, Rettungskräfte und Ärzte.
Hanaus Bürgermeister übernahm Schirmherrschaft
Auch der Hanauer Bürgermeister Dr. Max Bieri besuchte zusammen mit Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung und weiteren Gästen den Wettkampf. Sehr interessiert konnten sich die Teilnehmenden des Rundgangs von der Leidenschaft, mit der die großen und kleinen Johanniterinnen und Johanniter im Einsatz waren, überzeugen. In seinem Grußwort zum Landeswettkampf würdigte Bieri das Engagement der zumeist ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Hilfsorganisation: „Hier werden Wissen, Teamgeist und Einsatzbereitschaft unter realitätsnahen Bedingungen gefordert. Gleichzeitig zeigt sich der hohe Ausbildungsstand der Johanniter ebenso wie die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und voneinander zu lernen. Dass dieser Wettbewerb mitten im Herzen unserer Stadt stattfindet, freut mich ganz besonders. So werden die Leistungen der Johanniter für viele Menschen sichtbar und erlebbar.“.
Am Ende des Wettkampftages fand die mit Spannung erwartete Siegerehrung im Congress Park Hanau (CPH) statt. Nachdem alle Teams ihre Pokale und Medaillen entgegengenommen haben, wurde gemeinsam mit den zahlreichen Gästen und Helfenden gefeiert. „Ich danke allen, die diesen Landeswettkampf ermöglicht haben: Dem ausführenden Verband Hanau & Main-Kinzig, allen Organisatoren, Helfenden, Schiedsrichtenden und natürlich den Mimen. Ich bin stolz auf die Teamleistungen - alle Wettkampfteilnehmerinnen und -teilnehmer waren hochmotiviert und wurden bestens unterstützt von den zahlreichen Schlachtenbummlern. Und bei allem Ehrgeiz im Wettkampf war es einmal mehr das große Gemeinschaftsgefühl der Johanniter-Familie, das diesen besonderen Tag geprägt hat. Allen Siegerteams wünsche ich schon jetzt viel Motivation und Freude am Training für den Bundesentscheid im kommenden Jahr“, lobt Peter Kaimer, Landesvorstand der Johanniter in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Kommendes Jahr vertreten die Siegerteams den Verband beim Bundesentscheid
Alle zwei Jahre richten die Landesverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. ihren Landeswettkampf aus. Aufgeteilt nach Alters- und Ausbildungsstand messen sich die Mannschaften im fairen Wettstreit und ermitteln so ihre besten Retter. Die Siegermannschaften vertreten im folgenden Jahr ihren Landesverband beim Tag der Johanniter, dem Bundeswettkampf der Landessieger. Dieser wird im Juni 2027 in Hannover ausgetragen.
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit mehr als 3.000 Beschäftigten, rund 4.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und über 1, Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.