Tag der Pflege am 12. Mai: „Pflege ist eine große Aufgabe“

Stuttgart, 12. Mai 2019

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai rücken die Johanniter die pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt. „Pflege ist immer eine große Aufgabe – egal, ob man sich beruflich oder privat für Pflegebedürftige engagiert“, weiß Vera Mosebach, Pflegedienstleiterin der Johanniter. „Es ist der sehnlichste Wunsch vieler älterer Menschen, möglichst lange zu Hause bleiben zu können. Mit welcher Energie und Hingabe sich jeden Tag allerorts pflegende Angehörige dafür einsetzen, dies möglich zu machen, verdient höchsten Respekt.“

Wer als Pflegefachkraft bei den Johannitern arbeiten möchte, findet alle offenen Stellenangebote unter: www.besser-für-alle.de

Angesichts der seit Jahren steigenden Lebenserwartung nimmt die Pflege zu Hause einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gesellschaft ein. Im Dezember 2017 lag laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bereits bei mehr als 3,41 Millionen; gut drei Viertel von ihnen, 2,59 Millionen Menschen, werden von ihrer Familie gepflegt. Auch bei der Pflegedauer schlägt sich nieder, dass wir immer älter werden: Dank der verbesserten Gesundheitsversorgung Hochbetagter hält die Ausnahmesituation für Familien heutzutage oft über viele Jahre an. 81 % der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel war mindestens 85 Jahre alt.

Wer sich dazu entscheide, die häusliche Pflege eines Familienmitglieds zu übernehmen, sollte immer auch sich selbst und die eigenen Bedürfnisse im Blick behalten, empfehlen die Johanniter. „Viele unterschätzen die Anstrengung zu Beginn. Sie stellen oftmals die eigenen Ansprüche zurück und bemerken erst spät, dass sie überfordert sind“, weiß Mosebach. Es sei entscheidend, für Anzeichen von Überlastung sensibel zu sein und auf sich selbst zu achten. Auch sollte man sich nicht scheuen, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen: „Es ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelndem Zusammenhalt, wenn man sich selbst Unterstützung holt. Im Gegenteil, wer seine Grenzen anerkennt, handelt höchst verantwortlich“, sagt die Pflegeexpertin.
Mit der Unterstützung professioneller Pflegedienste könne bereits viel Stress und auch körperliche Last abgefangen werden. Einige Entlastungsangebote, etwa die Kurzzeitpflege oder die Verhinderungspflege, bieten darüber hinaus notwendige Erholungsmöglichkeiten.

„Wir raten allen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen haben, sich auch frühzeitig mit der Frage zu beschäftigen, welche Wohnform geeignet ist, wenn es zu Hause nicht mehr geht“, empfiehlt Vera Mosebach. „Häufig wird dieses Thema verdrängt, meist aus schlechtem Gewissen oder aufgrund von Ängsten. Dabei kann es durchaus befreiend sein, sich mit  Alternativen und Entlastungsangeboten zu befassen. Das erleben wir immer wieder.“

Die ambulanten Pflegedienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt deutschlandweit 123 ambulante Pflegedienste mit mehr als 3.000 Mitarbeitern. Wer als Pflegefachkraft bei den Johannitern arbeiten möchte, findet alle offenen Stellenangebote unter: www.besser-für-alle.de

Ihr Ansprechpartner Sabine Zeller

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart

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