Grüne Wiese mit belaubten Bäumen

Hilfe bei Essstörung – Informationen für Betroffene und Angehörige

Essstörungen betreffen nicht nur die erkrankte Person, sie prägen auch Beziehungen, den Alltag und das Miteinander. Für Familien, Partnerschaften und Freundschaften bedeutet das oft eine spürbare Belastung, die viele offene Fragen mit sich bringt. Umso entscheidender ist es, Orientierung zu haben und gleichzeitig zu wissen, welche Möglichkeiten der Unterstützung es gibt. Auf dieser Seite finden Betroffene und Angehörige einen Überblick zur Einordnung von Essstörungen, weiterführende Hilfsangebote der Klinik am Korso in Bad Oeynhausen sowie erste Ansatzpunkte, um gemeinsam Wege aus der Erkrankung zu finden.

Selbst betroffen von einer Essstörung?

Wenn eine oder mehrere der folgenden Aussagen zutreffen, können dies erste Anzeichen einer Essstörung sein. In diesen Fällen ist es ratsam, sich Hilfe zu holen und mit Geschwistern, Freunden oder Eltern zu reden.

  • Sie haben fast immer Angst, zu viel zu essen und zuzunehmen.
  • Sie kontrollieren Ihr Gewicht und reagieren auch auf geringe Zunahmen.
  • Bei Misserfolgen und/oder Enttäuschungen essen Sie, um sich besser zu fühlen.
  • Sie denken ständig ans Essen
  • Beim Essen zählen Sie dauernd wie viele Kalorien Sie gegessen haben bzw. noch essen dürfen.
  • Sie teilen Essen in „erlaubte“ und „verbotene“ Lebensmittel ein.
  • Lustbetontes, spontanes Essen gibt es bei Ihnen nicht.
  • Wenn Sie süßes oder fettes Essen zu sich nehmen, haben Sie ein schlechtes Gewissen.
  • Sie essen ohne ein Gefühl von Hunger oder Sättigung.
  • Wenn Sie essen, verlieren Sie oft die Kontrolle über die Essensmenge.

Essstörungen können eine Flucht vor tiefer liegenden seelischen Problemen sein. Oftmals ersetzen sie auch verdrängte Gefühle und Bedürfnisse und verschaffen kurzzeitig Befriedigung. Daher sind Betroffene schneller, als man denkt, der Essstörung ausgeliefert. Auf jeden Fall sollten Sie handeln und sich Hilfe suchen. 

Selbst betroffen? 

Hier finden Sie weitere Informationen und Unterstützungsangebote:

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Test: Habe ich eine Essstörung?

Mein Kind hat eine Essstörung – was können Eltern tun?

Wenn Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene eine Essstörung haben, stehen Eltern oft vor der Frage: Was tun? Wichtig ist, Veränderungen früh ernst zu nehmen, ruhig und wertschätzend das Gespräch zu suchen und keinen Druck aufzubauen. Klare, verlässliche Strukturen im Alltag können Orientierung geben – ebenso wie die Bereitschaft, professionelle Hilfe einzubeziehen.

Tipps für Eltern

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Kind konkret unterstützen können und welche Schritte jetzt sinnvoll sind:

Hilfe und Tipps für Eltern

Essstörung bei Partnerin/ Partner oder Freundin/ Freund – wie kann ich helfen?

Wenn die eigene Freundin eine Essstörung hat oder der Partner betroffen ist, fragen sich viele: Wie kann ich helfen? Wichtig ist, Sorgen anzusprechen – ruhig, wertschätzend und ohne Vorwürfe. Gleichzeitig braucht es klare Grenzen, um sich selbst zu schützen und nicht in belastende Dynamiken zu geraten. Denn die Essstörung einer anderen Person kann auch zur eigenen Belastung werden, die ernst genommen werden sollte.

Tipps für Freunde und Angehörige

Erfahren Sie hier, wie Sie konkret unterstützen können, worauf es im Umgang ankommt und wie Sie dabei auch auf sich selbst achten:

Hilfe und Tipps für Angehörige 

Erfahrungsberichte von Patientinnen und Patienten

Unsere Erfahrungsberichte geben einen persönlichen Einblick in das, was hinter vielen Essstörungen steht. Gleichzeitig zeigen sie Wege auf, die aus einer Essstörung herausführen können. Die persönlichen Geschichten veranschaulichen, wie unterschiedlich Essstörungen erlebt werden und wie individuell eine entsprechende Therapie verläuft: Sie machen sichtbar, welche Herausforderungen Betroffene bewältigen, welche Schritte in den Therapieprozessen wichtig sind und dass Veränderung möglich ist. Gleichzeitig können diese Einblicke Hoffnung und Motivation geben: für Betroffene, die sich vielleicht noch am Anfang befinden, und für Angehörige, die verstehen möchten, wie Unterstützung gelingen kann.

Lesen Sie weiter und entdecken Sie persönliche Erfahrungsberichte sowie vertiefende Informationen zu den einzelnen Therapieprozessen.

Erfahrungsberichte von Betroffenen

Erfahrungsberichte und Lebensläufe

Lesen Sie weiter und entdecken Sie persönliche Erfahrungsberichte sowie vertiefende Informationen zu den einzelnen Therapieprozessen.

Erfahrungsberichte von Betroffenen

Wann professionelle Hilfe bei einer Essstörung wichtig ist

Oft fällt es Essgestörten schwer, sich Hilfe zu suchen, zum einen, weil man sich noch nicht krank genug fühlt (mir geht es doch noch gar nicht so schlecht, ich brauche doch noch keine Therapie), zum anderen, weil es einem peinlich ist oder weil man glaubt, sowieso nichts ändern zu können. Das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit ist auch ein typisches Merkmal von Essstörungen. So können Essstörungen auch eine Flucht vor tiefer liegenden seelischen Problemen sein. Oftmals ersetzen sie verdrängte Gefühle und Bedürfnisse und verschaffen (zumindest) kurzzeitig Befriedigung. 

Erste Anlaufstationen bei Essstörungen

Eine erste Anlaufstation – gerade, wenn Sie unsicher sind – können entsprechende Foren sein, aber auch Selbsthilfegruppen bieten eine unproblematische Informations- und Hilfemöglichkeit. Sie können dort viele Menschen kennenlernen, denen es ähnlich geht wie Ihnen.

Professionelle Hilfe / Behandlung

Professionelle Hilfe können Sie über unsere Therapeutensuche finden oder Sie sprechen mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.

Zur Therapeutensuche

Essstörung – So unterstützen wir in der Klinik am Korso

Essstörungen sind wie fast alle psychischen und psychosomatischen Erkrankungen einem Stigma ausgesetzt. Dies bedeutet, dass Betroffene sich oft Unverständnis oder sogar Ablehnung ausgesetzt sehen. Für die Gesundung ist dies nicht hilfreich. Auch aus diesem Grunde verfolgen wir in der Klinik am Korso unser Konzept, ausschließlich Patientinnen und Patienten mit Essstörungen aufzunehmen. Dieses hat den Vorteil, dass Betroffene sich nicht lange erklären müssen und mit einem grundsätzlichen Verständnis und Angenommensein für ihre Erkrankung rechnen können. So können sie in einer Gemeinschaft ohne Stigmatisierung lernen, die Essstörung loszulassen und alternative Lösungen für die zugrunde liegenden Probleme zu finden.

Des Weiteren können Sie feststellen, dass es auch bei Essstörungen ein Kontinuum vom normalen bis zum extrem essgestörten Verhalten gibt. Das auch eine Verbesserung schon ein Erfolg sein kann und das die Essstörung in der Regel einer längeren Behandlung bedarf. 

Kurzeinstieg zum Thema Betoffene

Symbolbild: Donut und Apfel auf grüner Fläche getrennt von einem Maßband als Symbol für Ess-Brechsucht Bulimia nervosa Bulimie

Selbst betroffen?

Essstörungen betreffen eine der fundamentalsten und genussvollsten Tätigkeiten des Menschen.

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Teile des Blumengartens der Klinik am Korso - im Hintergrund ist ein Teil eines Klinikgebäudes zu sehen

Ich möchte in die Klinik am Korso

Wenn Sie für sich den Entschluss getroffen haben, Ihr Leben durch eine stationäre Therapie verändern und die Essstörung hinter sich lassen zu wollen, dann erhalten Sie auf dieser Seite alle notwendigen Informationen.

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Symbolbild: Gelbes Maßband auf grünem Grund als Symbol für Körperbild und Essverhalten

Body Mass index Rechner

Der BMI bewertet das Körpergewicht des Menschen und wurde von Adolphe Quetelet entwickelt. Primäres Ziel dieser Entwicklung war es, auf mögliches Übergewicht hinzuweisen.

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Nahaufnahme von Erwachsenenhänden die Kinderhände halten als Symbol für Fürsorge

Eltern

Was können Sie tun, wenn Ihr Kind betroffen ist?

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Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener (von hinten fotografiert) auf einer Wiese laufend und sich gegenseitig umarmend

PartnerInnen & FreundInnen

Was tun wenn der Partner oder die Partnerin oder eine Freundin oder ein Freund betroffen sind

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Nahaufnahme von Händen, die einen Stift halten und auf Papier schreiben als Symbol für Erfahrungsberichte in der Klinik am Korso

Erfahrungsberichte

Lesen Sie einige Erfahrungsberichte von Patientinnen und Patienten, die unsere Klinik besucht haben

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