Sicherung der Lebensgrundlagen
Der Grad der Betroffenheit von Personen, Familien und ganzen Gemeinden in Krisen und nach Katastrophen hängt eng mit der physischen und wirtschaftlichen Integrität zusammen. Ein gesichertes Einkommen und Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln erlaubt es Betroffenen, die Folgen schneller zu überwinden. Um die Widerstandsfähigkeit gefährdeter Menschen vor, während und nach Katastrophen und Krisen zu stärken, implementieren wir deshalb zusammen mit unseren Partnern umfassende Programme zur Sicherung der Lebensgrundlagen in Projektländern.
Zugang zu Märkten als Solidargemeinschaft
Dafür unterstützen wir den verbesserten Zugang zu Märkten und Acker- oder Weideland für die eigene Nahrungsmittelproduktion. Zusammen mit lokalen Partnern und Gemeinden werden Einkommens- und Vermarktungsmöglichkeiten gesucht, um die wirtschaftlichen Chancen zu verbessern. Gemeindebasierte Spargruppen fördern das solidarische Verhalten untereinander und den Schutz einzelner Personen oder Familien durch die Gemeinschaft.
Unabhängig von Hilfe durch Qualifizierung
Langfristig unabhängig von Hilfe werden Frauen und Männer, die an Kursen teilnehmen, die sie dabei unterstützen, sich mit ihren Fähigkeiten und Ideen selbstständig zu machen. So wie in Syrien, wo Projektteilnehmende darüber hinaus ein Startgeld und begleitende Beratung erhalten. Zusätzlich ermöglichen wir jungen Menschen durch Ausbildungsprogramme für technische Berufe eine Perspektive.
Ressourcenschutz sichert Grundlagen
Der gute Zustand landwirtschaftlicher Anbauflächen, Wasserläufe und Wälder steht in einem direkten Zusammenhang mit einer nachhaltigen Nahrungsproduktion. Diese Themen werden den Menschen mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen, Fortbildungen und didaktischen Materialien vermittelt. Innovative Energiequellen wie Solaranlagen kommen zum Einsatz, um die natürlichen Ressourcen schonend zu nutzen.
Beispiele aus unseren Projekten in Kambodscha:
- Projekt in der Region Kampong Speu: An 18 Schulen wurden Schulgärten angelegt. Sie erhielten Wassertanks, Tropfbewässerung, Mulch, Schattennetze und Geräte zur Messung von Wasser und Boden-pH-Wert und lernten, Kompost selbst herzustellen. 360 Menschen aus Schulen und Gemeinden wurden in Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel geschult.
- Projekt in den Regionen Ratanakiri und Stung Treng: 42 Demonstrationsparzellen und 6 Gemeindebaumschulen wurden angelegt sowie Aufklärungs- und Baumpflanzaktionen in 120 Dörfern durchgeführt. Ein Sprachcomputer vermittelte Wissen zu Umwelt und Anbau auch an Menschen mit geringer Lesefähigkeit.
- Projekt in den Regionen Ratanakiri, und Stung Treng: 44 Familien erhielten solarbetriebene Wasserpumpen, um ihre Felder umweltschonend zu bewässern. 31 Familien erhielten Biogasfermenter. Das sind luftdichte Behälter, der organische Abfälle mithilfe von Mikroorganismen abbauen. 90 % der Familien bestätigten, durch diese Maßnahmen geringere Ausgaben und weniger Verbrauch von Brennholz.
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Fokus Gesundheit
Die Gesundheit von Menschen in vulnerablen Situationen steht im Mittelpunkt unseres Handelns.
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Not- und Soforthilfe
Nach Krisen und Katastrophen unterstützen wir betroffene Menschen mit Nothilfemaßnahmen.