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Besuch in Namibia/Omaruru

Kooperation Johanniter-Hilfswerk Namibia und der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar

Das Seniorenzentrum von Omaruru in Namibia feierte 2024 in Gegenwart des Herrenmeisters des Johanniterordens, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen,  sein dreißigjähriges Bestehen. Gegründet wurde es vom Johanniter Hilfswerk der Subkommende Namibia, die ihrerseits Teil der Kommende der Balley ist. 


In zehn Apartments und einer Pflegeabteilung werden hilfsbedürftige Senioren versorgt. Anders als in Deutschland, ist die Pflege alternder Menschen in Namibia nicht staatlich oder über eine Pflichtversicherung geregelt. Daher macht das Engagement einen entscheidenden Unterschied. Dies gilt gerade für deutschstämmige Namibier, die aufgrund der oft eher dem deutschen Vorbild entsprechenden Familienstruktur, nicht in der Lage sind alternde Menschen in Großfamilienverbänden zu versorgen, wie es in den Stammesgesellschaften des Landes üblich ist. 2014 wurden von dem Hilfswerk Namibia sechs Wohnungen auf dem Grund des Hilfswerkes, und vier weitere auf dem angrenzenden Grund der Lutherischen Kirche errichtet. Das örtliche Johanniterkomitee kümmert sich seither um die Betreuung der darin lebenden Menschen und den Betrieb der Pflegestation. Diese bietet den Senioren neben der ambulanten Betreuung in den eigenen Wohnungen die Möglichkeit, ganz in ein Pflegezimmer umzuziehen, wenn sie sich alleine nicht mehr versorgen können.


Sobald eine der Wohnungen frei wird, wurden die Wohnungen bisher an die nächsten Senioren auf der Warteliste
weiterverkauft, die dann den frei gewordenen Platz einnahmen. Dies führt natürlich dazu, dass unterstützungsbedürftige und einzugswillige Senioren über ein gewisses Eigenkapital verfügen müssen, um die Wohnung von den Vorgängern, bzw. deren Familie zu kaufen. Nun haben das Johanniter Hilfswerk und die Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar einen Kooperationsvertrag geschlossen und eine erste Einheit zurück gekauft. Diese wird nun gemeinsam von den beiden Organisationen betrieben und ermöglicht es der Leitung des Seniorenzentrums, Frau Gisela Eimbeck und ihrem Team, flexibel und unabhängig von der finanziellen Situation, bedürftige Senioren aufzunehmen und zu versorgen.