Medizinische Erste Hilfe im Katastrophenfall
Kostenlose Schulungen für Bürgerinnen und Bürger für den Notfall
Die Johanniter bieten den Kurs „Medizinische Erstversorgung im Zivilschutz und Katastrophenfall“ an, um Menschen darauf vorzubereiten, verletzte Personen medizinisch zu versorgen und stabil zu halten, wenn der reguläre Rettungsdienst aufgrund von Überschwemmungen, Blockaden oder Überlastung nicht sofort eintreffen kann. Der Kurs wurde mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt.
Zielgruppe und Dauer
Das Angebot richtet sich an die gesamte Bevölkerung, Kinder ab etwa 10 Jahren können teilnehmen. Die Kurse sind kostenfrei. Die Dauer beträgt 6 × 45 Minuten.
Kerninhalte
- Erste Hilfe: Wundversorgung, Blutungsstillung sowie Umgang mit Verbrennungen und Verbrühungen über mehrere Stunden.
- Improvisation mit Alltagsmitteln: Behelfsmäßige Ruhigstellung und Verbandstechniken bei fehlendem Material.
- Rettung und Transport: Sichere Evakuation, Lagerung und Transport Verletzter mit einfachen Hilfsmitteln.
- Erweiterte psychische Erste Hilfe: Umgang mit Panik, akuten Erregungszuständen und längerfristiger Betreuung Betroffener.
- Einbindung ins Hilfssystem: Wie Bürgerinnen und Bürger professionelle Einsatzkräfte sinnvoll unterstützen.
Handlungsfähigkeit der Bevölkerung erhöhen
Die Johanniter gehen davon aus, dass extreme Wetterereignisse, längere Stromausfälle oder andere Krisenszenarien häufiger auftreten können. Durch praxisnahe Schulung erhöhen die Kurse die Sicherheit von Betroffenen und stärken die Handlungsfähigkeit von Familien, Nachbarschaften und Einrichtungen.
Durchführung und Zugang
Die Kurse werden von den Johanniter‑Regionalverbänden angeboten und von speziell geschulten Trainerinnen und Trainern durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Informationen zu den Kursen finden Sie auch unter www.johanniter.de/krisenvorsorge-bw.