Waldkindergarten Hirscheck Ravensburg

Herzlich willkommen im Waldkindergarten Hirscheck!

In jeder Kindergartengruppe werden 20 Kinder von zwei pädagogischen Fachkräften betreut. Unterstützung erhalten die Waldgruppen von einem Freiwilligen im ökologischen Jahr, der/die im Wechsel in allen Gruppen eingesetzt wird.

Öffnungszeiten: Montag-Freitag von 7:30 - 13:30 Uhr

Waldgebiet und Ausstattung

Waldgebiet
Im Locherholzwald nahe dem Waldsportpfad steht der Bauwagen des Hirscheckkindergartens. Der beheizte Bauwagen dient uns als Treffpunkt und Unterschlupf bei schwierigem Wetter. Er ist gemütlich eingerichtet und bietet uns neben Spiel- und Bastelmaterialien auch Raum für gezielte Angebote.
Die Nähe zum Mufflon- und Wildschweingehege, dem Lanzenreuter Weiher und dem Trimm- Dich- Pfad  laden  uns zu dem ein oder anderen schönen Streifzug ein. Das umliegende vielfältige Waldgebiet bietet uns einen großen Schatz an Entdeckungs- und Spielmöglichkeiten. 
Der Hirscheckkindergarten hat für extreme Wetterlagen einen Ausweichraum.


Ausstattung
Jede Kindergartengruppe ist, neben den pädagogischen Materialien, mit einem Handy, 1.Hilfe Material, Wechselkleidung, Taschentücher, Wasser und Seife zum Hände waschen ausgestattet.

Öffnungszeiten

Der Waldkindergarten Hirscheck hat geöffnet:

Montag - Freitag: 7:30 - 13:30 Uhr

Anmeldung

Ab dem 07.01.2021 findet die Anmeldung über das stadtweit einheitliche Onlineportal Little Bird statt. Dieses ist über die Homepage der Stadt Ravensburg erreichbar oder direkt über https://kinderbetreuung-ravensburg.little-bird.de/ Die Anmelde- und Vergabetermine werden ebenfalls regelmäßig auf der Homepage der Stadt Ravensburg veröffentlicht.

Ansprechpartner

Waldkindergarten Rahlenwald - Heidi Lindel
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Waldkindergarten Rahlenwald
Postanschrift: Pfannenstiel 31
88214 Ravensburg
Tel. 0173-9501446

Bürozeiten

Donnerstag: 13:00 bis 16:00 Uhr

Freitag: 08:30 bis 13:30 Uhr

Publikationen und Downloads

Merkblatt Waldgruppen

Beiträge

Monatsbeiträge (5 Tage pro Woche/6 Std. pro Tag) Waldkindergarten 3-6 Jahre    
Familien mit einem Kind* 137,50 €    
Familien mit zwei Kindern* 107,50 €    
Familien mit drei Kindern* 75,00 €    
Familien mit mehr als drei Kindern* 30,00 €    
*Kinder unter 18 Jahren, die in der Familie leben.  

Es werden pro Jahr 11 Monatsbeiträge erhoben. Auf Grund der maßgeblichen Finanzierung durch die Stadt Ravensburg müssen sich die Träger an die, durch die Stadt Ravensburg festgelegten Elternbeiträge halten.
Der ermäßigte Beitrag nach Geburt eines Geschwisterkindes wird ab dem Folgemonat der Vorlage der Geburtsurkunde berechnet.
 

Unsere Tiergeschützte Pädagogik

Natur und Menschen gehören seit jeher zu zusammen. Ohne Natur kann der Mensch nicht überleben. Wir fühlen uns der Natur zugehörig. 
In der zunehmenden Verstädterung wird es für Kinder immer schwieriger Natur bewusst wahrzunehmen. Der Waldkindergarten wirkt hierbei bereits seit Jahren ausgleichend.
Umweltbildung und Naturbegegnung, Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen sind dabei elementar.  So liegt es nahe, die tiergestützte Pädagogik in unser Konzept aufzunehmen. 
Tiergestützte Pädagogik bedeutet, dass durch einen speziell ausgebildeten Hund und einem geschulten Besitzer / Pädagogen den Kindern gezielte Aktivitäten, mit und ohne Hund angeboten werden. Der Hund darf nicht als Therapie an sich zu verstehen sein, er hat eine begleitende und unterstützende Funktion, die immer in Anwesenheit des geschulten Besitzer / Pädagogen erfolgt. 
Während den tiergestützten Angeboten lernen die Kinder spielerisch, wie man sich gegenüber einem Hund verhält.   
Verschiedene Regeln, wie das richtige Annähern an den Hund, fragen, bevor man einen fremden Hund streichelt, usw. werden besprochen und immer wiederholt.
Die Begleitung von Spaziergängen und die Freude an der Bewegung im Lebensraum Wald, wird durch den Hund motiviert.       
Außerdem dient der Hund während des Angebotes als lebendes Modell, an dem die Kinder lernen, wie z.B. die einzelnen Körperteile des Hundes heißen, wie die Zähne aussehen und vor allem, welche Bedeutungen die verschiedenen Körperhaltungen haben. Auch lernen die Kinder beispielsweise, langsam und deutlich zu sprechen und sich auf die eigene Stimme zu konzentrieren. 
Der Hund kann in alle Lernbereiche integriert werden. Vor allem soziale und emotionale Lernprozesse wie die Stärkung des Selbstvertrauens und des Verantwortungsgefühls werden durch den Umgang mit dem Hund auf ganz natürliche Weise gefördert.
Der Hund ist ein hoher Motivator für die Kinder. Zudem geschieht alles auf freiwilliger Basis. Selbstverständlich entscheiden die Kinder partizipativ mit. Kinder mit Berührungsängsten werden behutsam und schrittweise an den Hund herangeführt.
 

Ziele der hundegestützten Pädagogik

  • Positive Einstellung gegenüber dem Lebewesen Hund:
    Die Kinder freuen sich mit einem Hund in Kontakt zu kommen und sind neugierig und offen gegenüber dem Tier. Sie akzeptieren es als Lebewesen.
  • Einfühlungsvermögen in das Lebewesen Hund:
    Die Kinder wissen, dass ein Hund ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen ist. Erlernen der Grundbedürfnisse, Vermittlung von Achtung vor Natur und Lebewesen.
  • Wissen der Grundsätze in der Kommunikation Hund und Mensch:
    Verschiedene Arten der Kommunikationsmittel wie z.B. Körpersprache
  • Adäquater Umgang mit unbekannten Hunden
  • Positive Veränderung des eigenen Selbstbewusstseins/Verantwortung/Empathie:
    Durch den Umgang mit dem Hund stärken die Kinder ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen. 

Information zu den Rahmenbedingungen

  • Beachtung des Tierschutzgesetzes im Umgang mit dem Tier nach § 1 Grundsatz, sowie §2 und §3 Tierhaltung 
  • Zustimmung von Träger und Team
  • Einbeziehen der Eltern ( siehe Elternfragebogen );  Bejahung des tiergestützten Einsatzes 
  • Versicherungsrechtliche Absicherung 
  • Mitarbeiterschulung gemäß §36 Infektionsschutzgesetz  / Erweiterung Hygieneplan
  • Die für Besuchsdienst-Hunde verpflichtenden Schutzimpfungen, regelmäßige Entwurmung und Gesundheitsattest des behandelnden Tierarztes
  • Grundbedingung Gehorsam/Ausbildung des Hundes in der Kombination mit geschultem Besitzer/Pädagoge 
  • Regelmäßige Dokumentation und  Reflexion 

Bereits seit über einem Jahr ist unser Besuchshund Klee mit im Wald dabei. 
Die Rückmeldungen der Familien und Kollegen sind durchweg positiv. 
                                                
Die Kinder haben Beziehung und Bindung aufgebaut. Die Fürsorge und das Verantwortung übernehmen, Ängste abbauen, wie auch das gemeinsame Spiel bereichert unseren Kindergartenalltag – im Waldkindergarten Hirscheck.

Hast du dich in deinem neuen Zuhause eingelebt, wie geht es dir?
„Mir geht es gut, danke. Am Anfang war es eine große Umstellung, mein Rudel zu verlassen. Aber meine Familie ist sehr nett  und ich habe mich gut eingewöhnt.“

Darfst du schon mit in den Waldkindergarten?
„Heidi hat mich ja in den Waldgruppen vorgestellt. Nun warte ich darauf, dass die Zustimmungen über die Elternfragebögen zurückkommen. Ich freue mich sehr darauf, da ich menschenbezogen und freundlich bin.“ 

Bist du dann immer mit im Wald?
„Nein, nicht jeden Tag; das wäre mir viel zu viel! Außerdem gehe ich nicht mit, wenn ich krank bin. Vor allem wenn ich Durchfall habe, darf ich nicht mit. Ist eigentlich logisch, oder? Ihr würdet doch auch nicht mit einer Magen-Darm-Grippe oder einer schlimmen Erkältung in die Kita oder zur Arbeit gehen. Wenn ich läufig bin, bleibe ich auch zu Hause.“

Apropos krank. Wie steht es mit Gesundheit und Hygiene?
„Ich muss regelmäßig zum Tierarzt. Ich bin entwurmt und geimpft. Außerdem habe ich ein Gesundheitszeugnis. Ein kranker Hund darf nicht in die Nähe der Kinder. Ich pflege mich auf Hundeweise – lecke mich gründlich sauber und schüttele mich; manchmal robbe ich über den Boden zur Grobreinigung. Heidi pflegt mich auf Menschenweise, mit Bürsten und Waschen und Zahnkontrolle usw., damit ich sauber bin. Weil ich es mag, dürfen die Kinder mich auch hin und wieder bürsten und massieren. Wenn die Kinder mich berührt haben, müssen sie sich gründlich die Hände waschen. Das gehört zu einer der wichtigen Regeln im Umgang mit mir.“ 

Hast du Hobbys?
„Ja! Fressen, spielen und Pferdebegleitung sein.“

Bist du schon in der Schule, Klee?
„Ja ich gehe wöchentlich in die Hundeschule zum Trainieren. 
Ich lerne den Grundgehorsam und gutes Sozialverhalten auch mit anderen Hunden. 
Heidi und ich werden zukünftig regelmäßig gemeinsam Fortbildungen besuchen.“

Was ist denn eigentlich an den Tagen, an denen Heidi im Büro ist?
„ Da darf ich auch mit! Im Moment kann ich auch noch nicht so viele Stunden alleine sein. Die Johanniter haben die Erlaubnis gegeben, dass ich dann im Büro sein darf. Dort steht unter dem Schreibtisch eine Hundebox, in die ich mich zurückziehen kann. 
Gerne erkunde ich aber auch das Nachbarbüro, ziehe Schnürsenkel auf und versuche viel Aufmerksamkeit zu bekommen. 
Ich bin ja noch sehr neu im Büro. Heidi hängt dann ein Schild mit meinem Bild und der Aufschrift  „Klee ist heute da“ auf, dann weiß jeder, dass ich im Büro bin und ist vorbereitet. 
Auch ängstlichere Menschen können sich darauf einstellen und das gibt ihnen wiederum mehr Sicherheit.“

Bist du im Wald und Büro auch mal allein unterwegs?
„Niemals! Heidi und ich sind ein Team, wir arbeiten zu zweit. Letztens bin ich mal während der Bürozeit ausgebüxt, weil ich neugierig war, wo Heidi gerade steckt. Aber da kam ich nicht weit, denn Lena war in der Nähe und schickte mich zurück in meine Box. Lena sitzt nämlich auch mit in meinem Büro, weil sie da arbeitet, aber das ist okay“

Weißt du, warum du mit in den Wald darfst?
„Die Kinder sollen nicht nur mit mir spielen, sondern auch spielerisch den richtigen Umgang mit Hunden lernen. Dazu gehören auch die gemeinsamen Spaziergänge. „

Gibt es denn auch Situationen in denen du nicht so fröhlich bist?
„Ich gebe zu, dass ich nicht immer fröhlich bin. Wenn ich Hunger habe oder schlafen möchte, dann bin ich darauf angewiesen, dass dies erkannt wird. 
Die Kinder werden auch lernen, wenn ich mein Halstuch trage, möchte ich nicht angefasst und gestreichelt werden, dann brauche ich Ruhe und die Möglichkeit mich zurückzuziehen. 
Und natürlich werde ich auch mal gemaßregelt und geschimpft – das finde ich nicht schön - zur Zeit denke ich manchmal - ich heiße“ Nein?“
Aber … ich werde auch viel gelobt und das ein oder andere Leckerli, kann im Handumdrehen meine Laune verbessern.“

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit im Waldkindergarten Heidi und Klee!