21.09.2026 | Dienststelle Ortsverband Aurich

Auricher Johanniter bei Verleihung von Niedersächsischen Integrationspreis

Anerkennung für interkulturelles Fußballprojekt – und eine Einladung an Olaf Lies

Markus Weber (von links) und Anna Behrendt luden Ministerpräsident Olaf Lies nach Aurich ein. Nun wird ein Termin gesucht.
Bild: Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Aurich

130 Vereine, Verbände, Initiativen, Institutionen, Stiftungen, Schulen und Kindergärten bewarben sich in diesem Jahr für den 17. Niedersächsischen Integrationspreis - darunter auch der Ortsverband Aurich der Johanniter-Unfall-Hilfe. Er reichte das interkulturelle Fußballprojekt als gelungenes Beispiel für niederschwellige Integration ein. Am Mittwoch, 16. September war es soweit: Die Preisträger und Vertretende der eingereichten Projekte begaben sich für die feierliche Verleihung ins Alte Rathaus in Hannover. Ministerpräsident Olaf Lies und der neue Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Dr. Mehrdad Payandeh verliehen die Preise. Zwar nicht unter den Preisträgern aber vor Ort mit dabei waren die Auricher Johanniter Anna Behrendt, die das Fußball-Projekt federführend betreut und Markus Weber (Einrichtungsleiter Gemeinschaftsunterkunft Aurich und Aurich-Georgsfeld). „Ich empfand es als sehr wertschätzend eingeladen worden zu sein. Auch wenn wir mit unserem interkulturellen Fußballprojekt in diesem Jahr nicht zu den Preisträgern gehörten, war es eine große Anerkennung, dabei sein zu dürfen und unser Engagement präsentieren zu können. Mich hat es motiviert, auch nach einem kurzen Gespräch mit Dr. Riem Hussein (Jury-Mitglied) und Stefan Wessels (Preisträger) uns im nächsten Jahr erneut mit dem Projekt zu bewerben“, berichtet Behrendt. Markus Weber betont, dass es auch eine gute Möglichkeit war, den gesamten Ortsverband würdig zu vertreten, nicht nur die Helfenden beim Fußball-Projekt: „Dass wir dort teilgenommen haben, war auch stellvertretend für alle die Ehren- und Hauptamtlichen im Ortsverband Aurich, die nicht im Rampenlicht stehen und an vielen kleinen und großen Stellen dazu beitragen, dass Integration in Aurich gelingen kann.“ Weber berichtet von vielen wertvollen Gesprächen und Kontakten, die geknüpft werden konnten. Auch mit Olaf Lies kamen die Auricher ins Gespräch. Ein Schnack mit Folgen: Die Auricher luden den Ministerpräsidenten ein, sich das Projekt vor Ort anzuschauen - und er nahm an.

Die Idee zum Fußball-Projekt entstand im März 2024. Seit Juni 2024 finden regelmäßige Trainings statt. Es trainieren Bewohnende der Gemeinschaftsunterkünfte der Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Aurich und der KVHS (Kreisvolkshochschule). 

Einige Spielende sind bereits in Vereine eingetreten und aktive Spielende. Das erste interkulturelle Turnier fand am 13. Juli 2024 statt, organisiert von Anna Behrendt. Ziel ist es, für mehr Austausch zwischen den Bewohnenden, Vereinen und Firmen zu sorgen. Im besten Fall können Kontakte geknüpft werden, die in weitere Vereinsmitgliedschaften aber auch in Anstellungsverhältnisse oder Freundschaften münden. Die Erfahrung zeigt, dass Sprachbarrieren kaum eine Rolle spielen und Werte wie Fairness und Teamgeist auf dem Platz gelebt werden. Anfang 2026 gewann eine Mannschaft aus Bewohnenden der Auricher GUK der Johanniter und der Kreisvolkshochschule und des PSV Norden das Norder Hallenturnier.