Eine gelungene Amtseinführung
Reinhard Jacob ist jetzt offiziell ehrenamtlicher Vorstand im Regionalverband der Johanniter Bremen-Verden. Sein Vorgänger Hans-Joachim Blohme wurde von seinem Amt entpflichtet.
Bremen/Verden. Reinhard Jacob ist in das Amt des ehrenamtlichen Mitgliedes des Vorstandes der Johanniter im Regionalverband Bremen-Verden eingeführt worden. Im Rahmen der festlichen Zeremonie in der St. Johanniskirche in Verden wurde zudem sein Vorgänger Hans-Joachim Blohme von seinen Aufgaben entpflichtet. Flankiert wurde der Einzug in das Gotteshaus unter anderem durch Ritterbrüder des Ordens, dem auch Reinhard Jacob und Hans-Joachim Blohme angehören.
Den Gottesdienst in der alten Backsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert richteten die beiden Verbandspastorinnen Inge Matern und Ingrid Witte aus – flankiert von den Landesvorständen Uwe Beyes und Stefan Radmacher sowie zahlreichen geladenen Gästen. Auch der weltliche Teil des Ereignisses im nahegelegenen Gemeindehaus war von großer Wertschätzung geprägt. „Wenn du mal mit deinen Regionalverbandskollegen Ärger hast, dann ruf mich an“, betonte Stefan Radmacher, ehrenamtliches Mitglied im Landesvorstand Niedersachsen-Bremen, mit einem Augenzwinkern. Doch auch Hans-Joaschim Blohme, der Vorgänger von Reinhard Jacob, Dr. Joachim von Einem, Kommendator der Hannoverschen Genossenschaft sowie Marita Neumann von der Johanniter Schwesternschaft fanden herzliche Worte für den neuen ehrenamtlichen Regionalvorstand.
Zur Person: Reinhard Friedrich Jacob wurde am 7. Januar 1977 in Karl-Marx-Stadt jetzt Chemnitz als viertes Kind einer sächsischen Pfarrersfamilie geboren. Die Schulausbildung begann in Chemnitz, später im westsächsischen Werdau und in Leipzig. Sein Weg zu den Johannitern begann bereits mit dem 13. Lebensjahr.
Nach der Wiedervereinigung wurden neu Strukturen für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in den neuen Bundesländern aufgebaut. Im westsächischen Werdau entstand ein neuer Regionalverband. Sein Vater, Superintendent i.R. Dr. Friedrich Jacob, Rechtsritter in der Sächsischen Genossenschaft des Johanniterordens, übernahm dort den ehrenamtlichen Vorstand. Als Schüler begann sich Reinhard Jacob in der Johanniter-Jugend zu engagieren. Mit der Ausbildung zum Krankenpfleger im Diakonissenkrankenhaus in Leipzig engagierte er sich in der Johanniter-Jugend vor Ort und saß für sie in Leipzig im Stadtjugendring.
Mit der Aufnahme 2008 als Anwärter der Sächsischen Genossenschaft begann er die Jugend im Orden mit der Johanniter-Jugend in kleinen sozialen Projekten zu verbinden. Er war in dieser Zeit Mitglied in der Subkommende Leipzig.
Zum Studium der Medizin ging es für den heute 49-Jährigen nach Hessen an die Justus-von-Liebig-Universität in Gießen. In dieser Zeit war er Mitglied der dortigen Johanniter Hilfsgemeinschaft und nahm an den Subkommendetreffen vor Ort teil. Nach dem Studium wurde er als Ehrenritter in die sächsische Genossenschaft aufgenommen.
Im Rahmen seiner Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin war er an Krankenhäusern in Gießen, Rotenburg, Achim und Verden tätig. Zur Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ging er in die Praxis Am Meldauer Berg in Verden. Seit 2019 ist er dort tätig als niedergelassen Hausarzt in einer Praxisgemeinschaft mit vier PartnerInnen und zwei angestellten Ärztinnen.
Reinhard Jacob ist seit 2008 verheiratet und hat vier Kinder. Sein Lebensmittelpunkt ist seit 2012 Otterstedt (Ottersberg). Die Familie engagiert sich in der Kirchgemeinde vor Ort und in mehreren Vereinen. Reinhard Jacob spielt im Posaunenchor in Otterstedt und singt im Kirchenchor. Die Gregorianik als liturgischer Gesangsform liegt ihm durch seine Herkunft am Herzen. Des Weiteren ist er in der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Otterstedt aktiv und Vorsitzender der Sankt Martin-Kirchenstiftung in Otterstedt.
„Bei den Johanniter verbindet sich mein soziales Engagement mit christlichen Werten und der Anerkennung für diese Arbeit“, sagt Reinhard Jacob. Zudem schätze er sehr den familiären Zusammenhalt und respektvollen Umgang innerhalb der Johanniter-Familie.