08.07.2022 | Dienststelle Ortsverband Hannover-Wasserturm

Herr Pöttmann sucht Verstärkung

Personalnot, Springerdienste, offene Stellen… Pädagogisches Fachpersonal wird von den Johannitern derzeit im gesamten Stadtgebiet gesucht. Im Frühjahr 2023 eröffnet die neue Kita Maschwiese. Bis dahin braucht Kita-Leiter Marvin Pöttmann ein Team.

Bei Erzieher Marvin Pöttmann steigt nicht nur die Spannung von Tag zu Tag. Auch die eingehenden Telefonanrufe und die wachsende Anzahl von Terminen machen deutlich, dass bei ihm ein Wechsel ansteht. Zum 1. August übernimmt der 30-Jährige die Leitung der neuen Johanniter-Kita Maschwiese in Sehnde, östlich von Hannover. Ein sportliches Projekt, denn er wird sich in den kommenden Monaten an drei verschiedenen Stellen beweisen müssen.

Da ist zum einen die eigentliche Baustelle im Quartierprojekt MASCH-Höfe am Kurt-Lau-Weg, wo die Kita im Frühjahr 2023 eröffnet wird. Die Beaufsichtigung der Bauarbeiten, die Gestaltung der Innenräume, der Einkauf von Möbeln und Spielmaterial und noch viel mehr stehen an. Gleichzeitig wird er den Betrieb einer Übergangslösung mit zwei Krippengruppen ab Herbst am früheren Kita-Standort Ladeholzstraße in Sehnde organisieren. Die in dieser Interims-Kita betreuten Kinder werden als erste in die neue Kita Maschwiese einziehen dürfen. Baustelle Nummer drei ist ein Berg an Verwaltungsaufgaben. Vieles davon ist wie das gewissenhafte Zementieren eines Fundaments, damit die Kita später ein sicherer Wohlfühlort für Kinder, ihre Familien und das pädagogische Personal wird. Für Marvin Pöttmann ist einer der wichtigsten Punkte dabei die Suche nach Mitarbeitenden und das Aufstellen eines guten Teams. „Im pädagogischen Bereich sind gute Kräfte eigentlich immer und zurzeit ganz besonders knapp“, sagt er und rechnet zusammen: „Im Krippenbereich werden wir zwei Gruppen haben und für sie insgesamt sechs Sozialpädagogische Assistent*innen oder Erzieher*innen benötigen. Acht neue Mitarbeitende brauchen wir für die Kita mit vier Gruppen, dazu kommen weitere zwei Kräfte als Springer.“

Dafür hat er aber auch etwas Reizvolles zu bieten. „Wir bauen eine ganz neue Einrichtung, das Team soll daran bewusst mitarbeiten und sich dabei finden“, sagt er. Jeder wird sich mit eigenen Ideen und Wünschen einbringen dürfen – die hat er selbst schließlich auch. „Ich zum Beispiel“, sagt er und freut sich allein schon bei der Vorstellung, „ich hätte gerne WLAN und Laptops für die Mitarbeitenden, Tonies für jede Gruppe, Hochebenen im Krippenbereich und Klettermöglichkeiten für die Kita-Kinder, denn sie bewegen sich alle total gerne und haben in ihrem Alltag dafür oft nicht genug Gelegenheiten.“

Nicht nur bei der Ausstattung, auch beim pädagogischen Arbeiten wünscht er sich von seinem zukünftigen Team möglichst viele und unterschiedliche Ideen und Projekte. Grundsätzlich arbeiten die Johanniter-Kitas nach dem Situationsansatz nach ISTA. „Wir blicken auf die Gruppe und auf jedes einzelne Kind, schauen, wo alle gerade stehen und was sie beschäftigt und machen dementsprechend Angebote“, sagt Marvin Pöttmann. Die Kommunikation auf Augenhöhe sei für ihn dabei entscheidend und natürlich auch – es klingt so selbstverständlich – die grundsätzliche Haltung, jedes Kind „positiv zu sehen“. Darüber hinaus aber freut er sich über individuelle Interessen und Fähigkeiten, die sich im Kita-Alltag wiederfinden. „Die musikalische und rhythmische Arbeit gehört zum Beispiel zu meinem Können“, sagt Marvin Pöttmann, der selber Gitarre spielt. Medienpädagogik und der Wunsch, Kinder schon von früh an mit dem Umgang von Medien vertraut zu machen, sind ebenfalls seine bevorzugten Themen. Genauso wie die Sprachförderung, ein Schwerpunkt, den die Arbeit an seinem aktuellen Arbeitsplatz als stellvertretender Kita-Leiter einer ebenfalls großen Einrichtung mit sich brachte.

So viel zum Blick auf die Kinder. Und ihre Eltern? „Sind ebenso wichtig“, sagt der Erzieher, „sie sollte man bei jedem Schritt dabei haben.“ Weshalb er – da schließt sich der Kreis – unbedingt Laptops braucht, weil sie die Arbeit des pädagogischen Personals spürbar erleichtern und Wege kurz machen. Sein eigener Weg – der zur Arbeit - wird für den Bemeroder künftig übrigens zwar nicht kürzer, dafür aber attraktiver werden. Mit dem Auto geht es für den bekennenden Hannover-Fan (mit einem Kröpcke-Uhr-Tattoo auf dem Unterarm!) dem Berufsverkehr entgegen. Noch besser werden bei gutem Wetter die etwa zwölf Kilometer langen Radtouren am Kanal entlang sein. Dabei wird er sich entweder auf den bevorstehenden Tag oder nach der Arbeit auf seine Verlobte und seinen neun Monate alten Sohn zu Hause freuen.

Die Johanniter in Hannover suchen aktuell nach pädagogischem Fachpersonal in mehreren Ganztagsschulen zur Nachmittagsbetreuung und in den Kitas BundStifte (Kleefeld), Weltkinder (Buchholz) und Hainholzer Hafen. Mehr Infos dazu: johanniter.de/karriere