Umzug in Traglufthalle

Bettina Dogs-Prößler - Bremen, 04. Mai 2016

Noch steht nicht alles an seinem Platz. Für die rund 100 Frauen, Männer und Kinder der Notunterkunft Mülheimer Straße hieß es am Dienstag trotzdem: Koffer packen und umziehen.  

Die Zeit der Sporthalle ist vorbei: Neues Domizil wird künftig die Traglufthalle auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Ost sein, die von den Johannitern betrieben wird.

Ära endet

Mit dem Umzug an die Züricher Straße endet die Ära der Turnhallen-Unterbringung. Voraussichtlich bis Oktober wird die Notunterkunft am Klinikum Ost bestehen bleiben. Bis dahin wohnen die Flüchtlinge, die vor allem aus Syrien, Afghanistan, Iran und Eritrea stammen,  in Schlafcontainern. 

58 Wohn- und Schlafcontainer sind innerhalb der Halle aufgestellt. Sie sollen ein Stück weit für Privatsphäre sorgen.

Verbesserung der Wohnsituation

„Durch die Container ist es spürbar ruhiger geworden“, sagt Jenny Frank, Leiterin der Johanniter-Notunterkunft, nach Tag eins  in der Traglufthalle. „Kein Vergleich zu der anhaltenden Lärmkulisse in der Turnhalle.“  Was auch die Stimmung der Flüchtlinge gehoben habe. „Für sie ist es eine Verbesserung der Wohnqualität.“

Flüchtlinge haben mitgeholfen

Am Stichtag des großen Stühlerückens war in der neuen Unterkunft allerdings noch nicht alles an seinem Platz. Betten mussten noch aufgestellt,  Möbel verteilt, die Essensausgabe eingerichtet werden. Um hier voranzukommen, haben die Flüchtlinge schließlich selbst mit angepackt.

In den kommenden Tagen soll die Notunterkunft vor dem Krankenhaus noch mit einem Spiel- und Gesellschaftszimmer ausgestattet werden. „Dazu  wollen wir die Halle wohnlicher gestalten“, so Einrichtungsleiterin Jenny Frank. Für nächste Woche ist dann ein gemeinsamer Rundgang über das Gelände geplant.