„Mission Bevölkerungsschutz: Johanniter on tour“ geht in die zweite Runde

Göttingen, 08. September 2018

Die Johanniter aus Göttingen präsentieren sich auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus

Insgesamt 10.500 Helden-Buttons, 25.000 Pflastermäppchen, 7.700 gefahrene Kilometer mit dem Johanniter-on-tour-Mobil, mehr als 500 ehrenamtliche Helfer vor Ort und 8.000 geleistete Helferstunden sowie rund 1000 Liter ausgegebene Suppe aus den Johanniter-Feldküchen – das ist Teil der Bilanz 2017 der Roadshow „Mission Bevölkerungsschutz: Johanniter on tour“. An mehr als 20 Standorten, unter anderem auch in Göttingen, waren die Johanniter im letzten Jahr in Niedersachsen und Bremen mit ihrer Kampagne zur Aufklärung über das Thema Bevölkerungsschutz präsent. Auch in diesem Jahr sind sie wieder mit ihrem bunten „Helden bitte melden“-Präsentationsfahrzeug inklusive Bühne und Programm unterwegs und stellten am 8. September die vielfältigen Aufgaben eines ehrenamtlichen Bevölkerungsschützers auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus vor.

Viele Bürger interessieren sich für die verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Katastrophenschutz – von Betreuungslagen wie bei Bombenevakuierungen bis hin zur medizinischen und psychologischen Betreuung bei Terroranschlägen, Unglücksfällen auf Autobahnen oder Naturkatastrophen wie Hochwasserlagen. Dennoch ist der Aufklärungsbedarf weiterhin groß: Die Mehrheit der Menschen in Niedersachsen und Bremen kann mit dem Begriff Bevölkerungsschutz nichts anfangen oder versteht ihn falsch und weiß auch nicht, dass dieser Bereich durch ehrenamtliche Einsatzkräfte abgedeckt wird. Dies belegen die Ergebnisse einer von den Johannitern im Landesverband Niedersachsen/Bremen 2016 in Auftrag gegebenen forsa-Studie.

Um die Bürger deshalb bei diesem recht komplexen Thema abzuholen und mitzunehmen – wenn möglich Ängste abzubauen –, gehen die Johanniter auch in diesem Jahr mit der Kampagne „Mission Bevölkerungsschutz“ wieder „on tour“. In der Innenstadt präsentierten sich die Johanniter und berichteten von ihren vielfältigen Aufgaben. Die Vorführungen der Rettungshundestaffel Südniedersachsen waren ein besonderer Publikumsmagnet. Die Staffelmitglieder demonstrierten wie die Hunde vermisste Personen finden und ihrem Hundeführer dies anzeigen. Auch wie ein Trainingsaufbau vom Welpen bis zum geprüften Rettungshund aussieht, wurde gezeigt. Außerdem durften die Zuschauer direkten Kontakt zu den Hunden aufnehmen. Die Fahrradstaffel der Johanniter war ebenfalls zu Gast und erzählte den Passanten von ihren Einsätzen. Bei der Johanniter-Jugend konnten sich die kleinen Besucher schminken lassen oder auf dem Bobbycarparcour selbst ans Steuer setzen und Verkehrsregeln und die Rettungsgasse üben oder einfach nur Spaß haben. Ein Rettungswagen und ein Einsatzleitwagen konnten ebenfalls besichtigt werden. Heute, am Tag der ersten Hilfe zeigte die Johanniter-Jugend wie die stabile Seitenlage funktioniert. Diverse Aktionen und Gewinnspiele warteten auf die Standbesucher. Anschauen, Anfassen und vor allem Mitmachen war das Motto des Tages! Ortsbeauftragter Wolfgang Schillak freut sich über den erfolgreichen Tag: „Diese Veranstaltung war in unserem Jubiläumsjahr zum 50. Bestehen des Ortsverbandes ein weiteres Highlight. Es war sehr viel los auf unserem Stand. Toll, dass wir mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen konnten und zeigen konnten was die Johanniter ehrenamtlich alles leisten können. Viele Zuschauer fragten auch direkt wie sie sich bei uns im Ehrenamt engagieren können.“

Weitere Informationen zum Thema Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie die Rolle des Ehrenamts unter www.mission-bevölkerungsschutz.de.

Die Johanniter suchen immer neue Helfer. Für Interessierte, die sich ehrenamtlich engagieren wollen und mehr über Möglichkeiten vor Ort erfahren möchten: www.helden-bitte-melden.de.

Was machen die Johanniter in Göttingen im Bevölkerungsschutz?

Der Schwerpunkt der Aufgaben liegt in der Betreuung der Betroffenen, sei es medizinisch oder bei Unverletzten mit dem Nötigsten wie Unterbringung, Wasser oder Nahrung. Die Johanniter in Göttingen sind mit einem Notfallkrankenwagen bei einem Massenanfall von Verletzten (ManV)  für deren Transport zuständig. Außerdem stellen sie einen Rettungswagen für die Absicherung der Feuerwehr bei Einsätzen. Für die Sanitätskomponente Dekontaminationsbehandlungsplatz stehen ebenfalls Helfer und demnächst ein Transportfahrzeug für die Einsatzkräfte und ein Gerätewagen zur Verfügung. Der reibungslose Ablauf eines Einsatzes wird rege auf Übungen trainiert.

 

Fotos: Maike Müller und Daniela Müller