Keine Chance dem Hitzekollaps

Hannover, 26. Juli 2018

Auf dem Deichbrand Festival 2018 sorgten Johanniter auch für Abkühlung - Foto: JUH/Nicole Endres

Der Sommer dreht auf! Doch nicht für alle bedeutet die Sommerwärme pures Vergnügen. Klettert das Thermometer über 30 Grad Celsius, kann es für den Organismus äußerst anstrengend werden. Ältere und chronisch kranke Menschen sind besonders gefährdet, einen Hitzekollaps zu erleiden. Aber auch jüngere Menschen sollten sich vor Hitzschlag, Sonnenstich und Hitzeerschöpfung wappnen. Wie man sich am besten schützt und was im Notfall zu tun ist, erklärt Dr. Hans-Peter Reiffen, Landesarzt der Johanniter vom Landesverband Niedersachsen/Bremen.

"Wenig Bewegung, nicht rausgehen, viel trinken - damit helfen Sie Ihrem Körper am besten, sich gegen Überhitzung zu schützen", sagt Reiffen und empfiehlt:

  • Halten Sie sich möglichst in Gebäuden oder im Schatten auf.
  • Verrmeiden Sie körperliche Anstrengungen, legen Sie bewusst Pausen ein.
  • Ideale Durstlöscher sind nicht-alkoholische Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen mit zimmerwarmer Temperatur.
  • Tragen Sie luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung.
  • Zwischendurch Hände, Nacken und Gesicht mit Wasser abkühlen.


"Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Um drastische Temperaturstürze zu vermeiden, empfiehlt es sich, sanft die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen zu senken. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen", sagt der Mediziner.

Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten:

  • Bei einem Zusammenbruch umgehend den Rettungsdienst über die 112 verständigen.
  • Die betroffene Person in den Schatten bringen.
  • Falls nicht ansprechbar: Die Atmung prüfen.
  • Stabile Seitenlage bei normaler Atmung, ansonsten umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen.
  • Menschen ohne Bewusstsein dürfen keine Getränke verabreicht werden, sie könnten daran ersticken.


Wie man im Notfall richtig handelt, haben die Johanniter in ihren "Erste-Hilfe-Tipps" zusammengestellt: www.johanniter.de/erste-hilfe-tipps. Die Anwendung wird in Erste-Hilfe-Kursen ausführlich trainiert. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel: 0800 0019214 oder www.johanniter.de/erste-hilfe-kompakt.