Siggi Werner, Ortsbeauftragter der Johanniter in Wilhelmshaven, zuckte mit den Schultern. „Wir sind hier an der Küste. Da ist das so. Muss man mit leben.“ Gemeint war damit das Wetter beim 36. Tag der Niedersachsen, mit dem die Stadt Wilhelmshaven ihren 150. Geburtstag feiert. Die Johanniter waren mit dabei und präsentierten sich auf der Blaulichtmeile mit ihrem umfangreichen Angebot im Bereich Ehrenamt. „Deutlich über 300.000 Besucherinnen und Besucher“, meldeten die Veranstalter bei der Abschlusspressekonferenz. So viele waren es auf der Blaulichtmeile nicht, auf der neben den Johannitern noch andere Hilfsorganisationen, das THW, Polizei und Feuerwehren ihre Leistungsfähigkeit präsentieren. Den überwiegenden Teil der Besucher zog es auf die Erlebnismeile direkt am Bontekai und dem gegenüberliegenden Südstrand. Dafür waren die Besucher auf der Blaulichtmeile hoch interessiert und oft vom Fach. „Wir sind sehr zufrieden“, betonte Siggi Werner. „Wir haben sehr viele interessante Gespräche geführt und äußerst positive Rückmeldungen bekommen.“ Auch zahlreiche namhafte Persönlichkeiten schauten vorbei, darunter Umweltminister Olaf Lies, Polizeipräsident Johann Kühme und Sven Ambrosy, Landrat im benachbarten Friesland.

Auch aus den Reihen der Johanniter gab es viel Besuch. Mit Gerda Freese (Wittmund), Claudia Bothe (Jeverland) und Andreas Töpfer (Aurich) schauten drei Ortsbeauftragte und mit Stephan Siemer (Oldenburg) ein Dienststellenleiter aus der Region vorbei. Markus Wedemeyer, Mitglied im Regionalvorstand, bastelte mit der Jugend Buttons. „Ohne die Unterstützung der anderen Ortsverbände wäre ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen“, betonte Siggi Werner. Wittmund hatte Personal für die Kinderbetreuung und den Sanitätsdienst entsandt, Aurich und Varel unterstützten ebenfalls den Sanitätsdienst, um Wilhelmshavener Helfer für die Standbetreuung freizumachen, die Oldenburger hatten ihren Intensivverlegungswagen geschickt, der ebenso ein Hingucker und Publikumsmagnet war wie das Elektrocar mit Rettungstrage.

Vom Ortsverband Ahlhorn kam die Motorradstaffel, der Ortsverband Delmenhorst hatte mit Material unterstützt und die Jeverlander betreuten die Kistenkletteranlage. Die war wie der Bobbycar-Parcours bei den kleinen Besuchern ganz groß angesagt. Da war es schon fast ein Glück, dass das Wetter den Kistenkletterer immer mal wieder Zwangspausen verordnete. Denn nach einem heftigen Guss am Freitag direkt nach dem Aufbau gab es immer wieder kleine Schauer, pünktlich zum Start des Volks- und Trachtenumzugs am Sonntag zum Abschluss des 36. Tags der Niedersachsen zog ein Gewitter über die Stadt hinweg. Dazwischen strahlte sie Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Aber dieses äußerst wechselhafte Wetter scheint in der Jadestadt normal zu sein. Denn wie der Ortsbeauftragte sagt: „So ist das an der Küste nun mal.“