Wenn Helfer Hilfe brauchen

Stefan Greiber - Aurich, 12. Dezember 2011

Pastor Tatjes bildet Johanniter in Aurich fort

Johanniter aus Aurich und Wiesmoor nahmen jetzt an der Fortbildung mit Notfallseelsorger Pastor Uwe Tatjes (links) teil.

Bei Rettungs- und Sanitätseinsätzen kann es immer mal vorkommen, dass anschließend die Helfer selber Hilfe brauchen. „Ganz schlimm sind Unfälle mit großflächigen Brandwunden, abgerissenen Gliedmaßen oder wenn Kinder verwickelt sind“, berichtet Hans Hunfeld, Ortsbeauftragter der Johanniter in Aurich. Damit die Helfer wissen, wo und wie sie selber Hilfe finden, fand jetzt in Aurich eine Fortbildung unter dem Titel „Helferbelastung nach schweren Einsätzen“ statt. Pastor Uwe Tatjes, Ortsverbandspfarrer der Auricher Johanniter und Koordinator für die Notfallseelsorge, gab viele Tipps aus seiner praktischen Arbeit.

Themen waren unter anderem die Eindrücke des Notfallseelsorgers bei Einsätzen, der Umgang mit traumatisierten Helfern nach Verkehrsunfällen, die Beobachtung von Verhaltensänderungen bei Helfern im Einsatz und Information an die Einsatzleitung und die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse in Einsatznachbesprechungen. Pastor Tatjes beschrieb, wie diese Eindrücke auch zu Belastungen für die Helfer werden können, die sie nicht wieder loslassen und wies auf die Möglichkeiten hin, mit diesen Belastungen umzugehen. Insgesamt nahmen 24 Johanniter aus den Ortsverbänden Aurich und Wiesmoor an der Fortbildung teil.