Spannende Mitmachaktionen rund um die Erste Hilfe

Stefan Greiber - Cloppenburg, 11. September 2019

Beim gemeinsamen Abendessen fasst sich der Vater plötzlich an die Brust und sackt zusammen, beim Feierabendkick auf dem Bolzplatz zieht sich der Kumpel eine stark blutende Risswunde zu, weil er bei einer sauberen Grätsche über ein im Rasen liegendes Stück Metall rutscht. Wie war das noch mit der Herzdruckmassage? Wie ging das mit dem Druckverband? Zu blöd, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs 20 Jahre zurückliegt und seitdem die Kenntnisse nie aufgefrischt wurden, die jetzt einen lieben Verwandten oder guten Freund das Leben retten könnten. „Erste Hilfe lernen muss Spaß machen“, weiß Diana Borchelt, Regionalausbildungsleiterin der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Weser-Ems. Deshalb haben die Johanniter ein neues Ausbildungskonzept erarbeitet, dass sie am Internationalen Tag der Ersten Hilfe am Sonnabend, 14. September, in Cloppenburg vorstellen.

Von 13 bis 17 Uhr laden die Johanniter zu interessanten Mitmachaktionen in der Cloppenburger Fußgängerzone vor der Filiale der LzO an der Lange Straße 2 ein. Aufgebaut werden Szenarien für typische Notfallsituationen, Interessierte können Tipps geben, was zu tun ist. Einer der Höhepunkte ist die HLW-Challenge. Dabei treten bis zu sechs Teilnehmende gegeneinander an und führen die Herz-Lungen-Wiederbelegung (HLW) durch. Auf einem gemeinsamen Monitor wird angezeigt, wer am besten reanimiert. Dabei ist nicht das Tempo entscheidend, sondern Rhythmus, die richtige Drucktiefe und vieles mehr. Je besser reanimiert wird, umso schneller rutscht der Balken nach vorne. Sieger ist, wer als erstes am Ziel angekommen ist. Ein Tipp: mit dem Lied „Stayin‘ alive“ fällt es leichter, den richtigen lebensrettenden Rhythmus zu halten.