Ein letztes Mal live den VfB siegen sehen

Greiber/Fotos: Brune-Keestra, Schlottke - Oldenburg, 25. April 2017

Es war sein großer Wunsch, noch ein einziges Mal im Marschwegstadion ein Fußballspiel seiner Lieblingsmannschaft zu sehen: Wolfgang Kupka, der nach schwerer Krankheit im Rollstuhl sitzt, ist schon sein ganzes Leben ein großer Fan des VfB Oldenburg. „Fast wäre er in jüngeren Jahren selbst einer der Spieler geworden, hätte er sich damals nicht am Knie verletzt“, erzählt seine Ehefrau, die sich jeden Tag liebevoll um sein Wohlergehen kümmert und stets an seiner Seite ist. Marga Walter-Schuckenberg, Mitarbeiterin der ambulanten Pflege des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe, kümmert sich seit einigen Wochen um Wolfgang Kupka. Als sie von seinem Wunsch erfuhr, wandte sie sich an den VfB. Dort war man sofort begeistert von dieser Idee und versprach, die Johanniter bei der Verwirklichung zu unterstützen. Marga Walter-Schuckenberg nahm Kontakt mit ihrem Ortsverband auf, um einen Transport zu organisieren. Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) erklärte sich sofort bereit, den rollstuhlgerechten Transport durchzuführen, und besorgte einen Parkausweis für das Parken am Stadion, die Eintrittskarten und als kleines Geschenk den passenden Fanschal und Mütze.

„Das Nordderby des VfB Oldenburg gegen den SV Meppen war ein brisantes Spiel, daher war es wichtig schon im Voraus den Ablauf genau zu planen und an einige Sicherheitsvorkehrungen zu denken“, erklärt Anja Schlottke, Leiterin des PSNV-Teams des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe. Dank des zuvorkommenden Sicherheitspersonals konnten alle Beteiligten das Spiel genießen. „Es war uns eine große Ehre und Herzensangelegenheit, Herrn Kupka diesen hoffentlich unvergesslichen Tag bereiten zu können, und bedanken uns herzlich bei allen Unterstützern“, sagt Marga Walter- Schuckenberg, die während des gesamten Tages nicht von der Seite ihres Schützlings wich. Und auch sportlich war der Tag sehr erfolgreich, wie Stefan Brune-Keestra, ehrenamtliches Mitglied des PSNV-Teams, feststellte: „Dass unser VfB den Tabellenführer Meppen dann auch noch 2:0 besiegt, passte natürlich perfekt.“