In der Ukraine

unterstützen wir seit dem Beginn des vollumfänglichen Krieges im Jahr 2022 betroffene Menschen, die vertrieben wurden, geblieben oder in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

Die Auslandshilfe in der Ukraine

Darum sind wir vor Ort

Der vollumfängliche Krieg gegen die Ukraine, der am 24. Februar 2022 begann, hat für Millionen von Menschen Zerstörung und Leid gebracht. Mehr als 14 Millionen Ukrainer*innen, die geblieben oder zurückgekehrt sind, sind auf Hilfe angewiesen. Rund 8,2 Millionen sind aus dem Land geflohen (Quelle: UNHCR). Nachbarländer wie Polen, Rumänien und die kleine Republik Moldau haben viele Geflüchtete aufgenommen und versorgt. 

Für die Menschen in der Ukraine ist die Grundversorgung vielerorts, vor allem im Osten und Süden des Landes, nicht mehr gewährleistet. Viele leben ohne zuverlässige Wasser-, Gas- oder Stromversorgung. Der Krieg stellt eine enorme psychische und gesundheitliche Belastung für die ukrainische Bevölkerung und die Mitarbeiter*innen der lokalen Hilfsorganisationen dar. Innerhalb der Ukraine leben rund 3,7 Millionen Menschen als Binnenvertriebene. Wo sie untergekommen sind, ist Unterstützung unbedingt notwendig.

4
Projekte
setzten wir 2025 mit unseren Partnern in der Ukraine um.
150.000
Menschen
unterstützten wir im Jahr 2025.
1.158
Menschen
haben wir mit unserem Partner im Jahr 2025 aus den Frontgebieten an sicherere Orte gebracht.
14
Millionen Menschen
in der Ukraine sind weiterhin dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Soforthilfe nach Kriegsbeginn

Unmittelbar nach Beginn der vollumfänglichen Kampfhandlungen konnten wir die ersten Hilfspakete in der Stadt Poltava verteilen, innerhalb der ersten zwei Monate folgten mehr als 58 LKWs mit rund 700 Tonnen Hilfsgütern. Entscheidend für den Erfolg der Hilfe in den ersten Wochen war die Zusammenarbeit mit Unternehmen, lokalen Partnern und den Johannitern vor Ort. Lag der Schwerpunkt zunächst auf Lebensmitteln, Windeln, Decken für den Spätwinter und Hygieneartikeln, so wurden zunehmend auch medizinische Hilfsgüter und Medikamente geliefert. Von Lager- und Verteilzentren im sächsischen Heidenau und über die Partnerorganisation Tasuleasa Social im rumänischen Bistritz wurden kontinuierlich Hilfsgüter an mehr als 40 Gesundheitseinrichtungen geliefert.

Schutz für Frauen

Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir fünf Frauenhäuser nahe Kyjiw und im Westen der Ukraine, in denen Mütter und ihre Kinder, die während des Krieges Gewalt erfahren haben, Zuflucht finden. In den von der Johanniter-Partnerorganisation ELEOS betriebenen Frauenhäusern werden sie von speziell ausgebildeten Fachkräften psychologisch therapiert und sozial und rechtlich beraten und begleitet. So lernen sie, trotz der schrecklichen Erlebnisse ihren Alltag wieder selbstständig zu bewältigen und ihre Zukunft zu planen.

Im Rahmen unseres Projektes mit der lokalen Hilfsorganisation 100 % Life erhalten 200 Frauen, die mit Hepatitis C infiziert sind, in ambulanten Kliniken in der Westukraine kostenlose medizinische Hilfe. Sie sind im öffentlichen medizinischen System oft Diskriminierung ausgesetzt oder können sich eine Behandlung gegen die Lebererkrankung nicht leisten. Die Heilungschancen sind gut. Das Projekt eröffnet den Frauen, die oft Geflüchtete sind und Gewalt erfahren haben, Hoffnung und eine neue Perspektive. 

Projekt "Road of Hope"

Im Rahmen unseres Projekts “Road of Hope“ (”Straße der Hoffnung") bringen wir mit der Organisation ELEOS Menschen aus den ukrainischen Grenzregionen in Sicherheit. Die lokalen Mitarbeitenden fahren bei jedem Wetter und auch bei Alarm in die gefährlichen Gebiete, um vor allem älteren und kranken Menschen sowie Familien mit wenige Ressourcen die Flucht aus den unzumutbaren Bedingungen in den Regionen Sumy, Charkiw und Donezk zu ermöglichen. 1100 Menschen wurden im Jahr 2025 durch das Eleos-Team evakuiert. Nach ihrer Ankunft werden die Menschen bei der Integration unterstützt. Mit Lebensmittel- und Hygienepaketen oder Gutscheinen für Medikamente und administrativer Hilfe.