Gesundheitsversorgung Ukraine
Gesundheit stärken – Hilfe für die Ukraine
Humanitäre Hilfe für Gesundheit, Schutz und sichere Evakuierungen
Der Krieg in der Ukraine hat den Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung und anderen lebenswichtigen Unterstützungsangeboten insbesondere in den frontnahen Regionen stark erschwert. Gesundheitseinrichtungen sind beschädigt oder zerstört, Stromausfälle gefährden die medizinische Versorgung und viele Menschen können notwendige Behandlungen oder Medikamente nur noch schwer erreichen.
Gemeinsam mit EMERGENCY, UK-Med und Eleos Ukraine setzen die Johanniter deshalb ein umfassendes humanitäres Hilfsprogramm für Menschen in den besonders vom Krieg betroffenen Gebieten um. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern zur Frontlinie leben oder aus diesen Gebieten evakuiert werden.
Gesundheit sichern – auch unter schwierigen Bedingungen
Die Johanniter stärken insbesondere die Widerstandsfähigkeit von Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Regionen. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Energieversorgung und zur Vorbereitung auf den Winter. Außerdem werden Gesundheitseinrichtungen bei der Notfallvorsorge unterstützt, unter anderem durch die Vorhaltung wichtiger Hilfsgüter und Notfallsimulationen.
UK-Med bringt vier mobile medizinische Teams in den Regionen Charkiw und Saporischschja zum Einsatz. Sie ermöglichen Menschen in schwer erreichbaren Gebieten den Zugang zu medizinischer Grundversorgung.
EMERGENCY unterstützt Gesundheitszentren der Primärversorgung, Krankenhäuser und lokale Gesundheitsdienste in Charkiw und Dnipropetrowsk. Dazu gehören medizinische Versorgung, Medikamente und medizinische Ausstattung sowie Maßnahmen zur Infektionsprävention und kleinere Reparaturen.
Schutz und sichere Evakuierungen
Für besonders gefährdete Menschen kann eine Evakuierung aus frontnahen Gebieten lebenswichtig sein. Eleos Ukraine organisiert gezielte Evakuierungen und unterstützt die Menschen auch nach ihrer Ankunft.
Besonders im Fokus stehen ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Personen, die allein leben, keine ausreichende Unterstützung haben oder bisher nur eingeschränkten Zugang zu Hilfsangeboten hatten.
An den Aufnahme- und Anlaufstellen erhalten die Evakuierten unter anderem rechtliche Beratung, Schutzangebote und psychosoziale Unterstützung. Auch besonders gefährdete Menschen, die in den frontnahen Gebieten bleiben, werden mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Hygienesets unterstützt.
Psychosoziale Unterstützung
Der Krieg belastet die Menschen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Deshalb wird psychosoziale und psychologische Unterstützung in die Gesundheitsversorgung integriert. Auch Mitarbeitende im Gesundheitswesen werden unterstützt, um ihre Belastbarkeit und die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gesundheitssysteme zu stärken.
Gemeinsam Hilfe leisten
Das Projekt verbindet die unterschiedlichen Kompetenzen von vier Organisationen:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Projektleitung und Stärkung der Energieversorgung und Winterfestigkeit von Gesundheitseinrichtungen sowie Unterstützung bei Notfallvorsorge und Resilienz.
UK-Med
Mobile medizinische Versorgung in den Regionen Charkiw und Saporischschja.
EMERGENCY
Unterstützung von Gesundheitszentren, Krankenhäusern und lokalen Gesundheitsdiensten in Charkiw und Dnipropetrowsk.
Eleos Ukraine
Sichere und würdevolle Evakuierungen sowie Schutz, rechtliche Beratung und psychosoziale Unterstützung.
Hilfe, die ankommt
Wir sorgen dafür, dass Menschen in den frontnahen Gebieten auch unter schwierigsten Bedingungen Zugang zu medizinischer Versorgung, Schutz und dringend benötigter Unterstützung erhalten.
Dabei stärken wir zugleich lokale Gesundheitseinrichtungen und unterstützen sie dabei, auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.
Projektlaufzeit: 1. Mai 2026 bis 30. April 2027
Gefördert durch: Europäische Union – Humanitäre Hilfe
Zusätzliche Unterstützung: Aktion Deutschland Hilft