In Syrien

unterstützen wir Menschen, damit sie langfristig resilienter werden.

Die Johanniter in Syrien

Darum sind wir vor Ort

Nach mehr als 14 Jahren Krieg und über einem halben Jahrhundert Herrschaft der Familie al-Assad endete im Dezember 2024 die Regierung von Baschar al-Assad. Seit Januar 2025 führt Ahmed al-Scharaa das Land als Übergangspräsident. Die Gewalt ist seit dem Umbruch deutlich zurückgegangen, im Süden kommt es aber weiterhin zu Übergriffen. Wohin sich das Land entwickelt und was das für die Arbeit von Hilfsorganisationen bedeutet, bleibt offen.

Fest steht: Die humanitäre Lage ist weiterhin verheerend. 2026 sind rund 15,6 Millionen Menschen und damit mehr als sechs von zehn Syrerinnen und Syrern auf humanitäre Hilfe angewiesen. Über sieben Millionen sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Laut dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) lebten zuletzt neun von zehn Menschen in Armut. Rund 5,5 Millionen Menschen sind im eigenen Land vertrieben, etwa 4,9 Millionen leben als Flüchtlinge im Ausland. Zugleich sind seit Dezember 2024 mehr als drei Millionen Vertriebene in ihre Herkunftsorte zurückgekehrt. Dort stehen sie vor großen Herausforderungen, denn zivile Infrastruktur wurde über die Jahre stark beschädigt oder zerstört. Rund 12 Millionen Menschen benötigen Unterstützung bei Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.

Die schweren Erdbeben vom Februar 2023 im Südosten der Türkei und im Nordwesten Syriens haben die Not in der Region zusätzlich verschärft. Die Hilfe bleibt knapp. Der UN-Hilfsplan 2026 sieht 2,9 Milliarden US-Dollar für 8,6 Millionen Menschen vor und war zuletzt nur zu gut 31 Prozent finanziert.

Auf einen Blick

14
Jahre im Land aktiv
Seit 2012 unterstützen wir die Menschen in Syrien.
90
Prozent der Bevölkerung
sind im Nordwesten Syriens auf humanitäre Hilfe angewiesen.
3
Millionen Menschen
wurden durch das Erdbeben 2023 intern vertrieben.
31.000
Menschen
haben wir 2025 mit unseren Projekten erreicht.

So helfen wir in Syrien

Hilfe nach dem Erdbeben 2023. Unmittelbar nach dem Beben unterstützen wir gemeinsam mit unseren Partnern die betroffenen Menschen mit Nothilfemaßnahmen wie der Verteilung von warmen Mahlzeiten und Hygienekits. Gemeinsam mit unserem Partner BAHAR haben wir Menschen durch Cash-For-Work-Programme und Weiterbildungen ein eigenes Einkommen ermöglicht. Unser Partner MAPS bildete junge Menschen in technischen Berufen aus. 

Mit BAHAR, Orange und Equity & Empowerment (E&E) haben wir bis Ende 2025 außerdem ein Projekt für 16.000 Menschen mit folgenden Schwerpunkten durchgeführt:

  • Einkommen und Landwirtschaft: Cash-for-Work, Spar- und Kreditgruppen, klimaangepasste Landwirtschaft, Berufstraining.
  • Gesundheit: Unterstützung von Gesundheitszentren.
  • Wasser: Instandsetzung eines Hochwassertanks.
  • Schutz und Katastrophenvorsorge: Schutz vor Gewalt, psychosoziale Hilfe, Frühwarnsysteme.

 

Im Moment planen wir weitere Hilfsmaßnahmen in Syrien.

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