Nothilfe Cabo Delgado
Nothilfe für Vertriebene in Cabo Delgado, Mosambik
© Johanniter
Gemeinsam mit den Konsortialpartnern Ayuda en Acción, Acted und ADPP Mosambik leisten die Johanniter in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks humanitäre Hilfe für Menschen, die durch den anhaltenden bewaffneten Konflikt vertrieben wurden. Das Projekt wird von der humanitären Hilfe der Europäischen Union mitfinanziert und läuft in den Distrikten Mocímboa da Praia und Mecúfi.
Hilfe ist dringend notwendig
Zahlen & FaktenFast neun Jahre nach Ausbruch des Konflikts in Cabo Delgado bleibt die humanitäre Lage angespannt:
- Rund 1,1 Millionen Menschen im Norden Mosambiks sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon 919.000 in den am stärksten betroffenen Distrikten Cabo Delgados
- Über 610.000 Menschen sind weiterhin vertrieben oder in Gebiete mit stark eingeschränkter Versorgung zurückgekehrt
- Rund 114.000 Kinder unter fünf Jahren sind provinzweit von akuter Mangelernährung bedroht
- In Mocímboa da Praia ist weniger als 60 % der Gesundheitseinrichtungen voll funktionsfähig
- Besonders eingeschränkt ist der Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrungsmitteln, Bildung und Schutzleistungen
"Unser Konsortium setzt sich dafür ein, lebensrettende Hilfe in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Schutz, Bildung und Bargeldhilfe für die am stärksten gefährdeten Menschen wiederherzustellen."
So unterstützen wir die Menschen in Cabo Delgado
Unser Projekt vor OrtUnser Konsortium setzt Maßnahmen in fünf Bereichen um:
Gesundheit
- Medizinische Grundversorgung in sechs Gesundheitseinrichtungen durch zusätzliches Fachpersonal (Ärzt*innen, Hebammen, Pflegekräfte)
- Versorgung für Schwangere und Mütter sowie Betreuung von Überlebenden sexualisierter Gewalt
- Einzel- und Gruppenangebote zur psychischen Gesundheit (MHPSS)
- Verbesserung von Hygiene- und Infektionsschutz in Gesundheitseinrichtungen
Ernährung
- Screening auf Mangelernährung bei Kindern und Behandlung akuter Fälle
- Ernährungsberatung für Familien mit Kleinkindern
Schutz
- Fallmanagement für besonders gefährdete Menschen, u. a. bei geschlechtsspezifischer Gewalt
- Unterstützung beim Zugang zu ziviler Dokumentation (z. B. Ausweispapiere)
- Aufbau lokaler Schutzstrukturen in den Gemeinden
Bildung
- Alternative Lernangebote für Kinder, die keinen Zugang zu regulärer Schule haben
- Einrichtung und Instandsetzung sicherer Lernräume
- Training von Lehrkräften zu kindgerechten, schützenden Unterrichtsmethoden
Bargeldhilfe
- Finanzielle Unterstützung für besonders gefährdete Haushalte